64 Sehen wir ſo, daß Stephan keinen Grund hatte, mit Karls Hal⸗ tung nach deſſen Heirath unzufrieden zu ſein, ſo finden wir ihn um dieſelbe Zeit— und zwar damals zuerſt— auch in freundſchaftlichem Verkehr mit Karlmann; und wir tragen kein Bedenken, dies als eine
gen bei den Brüdern, wenigſtens in der von Abel angenommenen Weiſe²), auch für dieſe Zeit nicht zugeben. Daß„man von einem Verkehr Karls mit dem Papſte faſt gar nichts höre“, iſt nicht wahr, wie der oben citirte von Abel ſelbſt an das Ende des Jahres 770 ge⸗ ſetzte Brief), ſowie der Bericht des Biographen Stephans über das Auftreten der Geſandten Karls in Ravenna hinlänglich beweiſen; daß andererſeits Stephan„zu Karlmann ſchon früher in näheren Be⸗ ziehungen ſtand“, haben wir oben widerlegt.“) Wenn aber endlich Abel ſagt:„Was Luden IV, 261 über Karls Verhalten nach ſeiner
Verkehr ſtand, kann dagegen Abel, nachdem was er ſelbſt p. 71 ge⸗
¹) Jaffé p. 156. ²) p. 74.
³) p. 741 n. 3. 9) p. 109 ff.
³) p. 72 n. 2.


