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ſeines Bruders herumzog“), in Aquitanien ſein. Näheres über die Zuſammenkunft zu Duasdives beſtimmen zu wollen, erlaubt uns die Dürftigkeit der Quellen nicht, wir können daher auch nicht angeben, ob es daſelbſt zu Mißhelligkeiten zwiſchen den Brüdern gekommen iſt); das aber läßt ſich nach einer Vergleichung der wenigen Angaben, die wir über die Thätigkeit der Könige unmittelbar vor und nach dem aquitaniſchen Kriege haben, als feſtſtehend betrachten, daß die ſchon vorher beſtehende Zwietracht durch dieſen Krieg bedeutend verſchärft wurde¹), wodurch die Angabe Einhard's ſehr an Wahrſcheinlichkeit ge⸗ winnt.
Vor Ausbruch des Krieges hatten beide Brüder ſich noch gemein⸗ ſchaftlich dem Papſte gegenüber in ihrer Eigenſchaft als patricii be⸗ thätigt, indem ſie auf eine von Papſt Stephan III. an Pippin und ſeine Söhne gerichtete Aufforderung, die aber jenen nicht mehr am Leben traf, bereitwillig 12 fränkiſche Biſchöfe nach Rom zu der La⸗ teranſynode geſchickt hatten, die im April 769 über den Uſurpator Conſtantin zu Gericht geſeſſen und die Abſtellung vieler Mißbräuche bei der Papſtwahl, ſowie die Verwerfung der byzantiniſchen Anſicht über die Bilderverehrung beſchloſſen hatte“). Daß es auch zu Anfang des aquitaniſchen Krieges noch nicht zum offenen Bruch gekommen war, zeigt die Zuſammenkunft zu Duasdives; nach dieſem Kriege aber, und wir können wohl ſagen durch denſelben, war die Stellung der Brüder ſo feindſelig und dies ſo offenkundig, daß ſie, als ſie ſich im Jahre 770 verſöhnten, den Papſt ausdrücklich davon benachrichtigten, als von einem beſonders glücklichen Ereignis, woran ſie das Verſprechen knüpf⸗ ten, fortan ihren dem Stuhl Petri gegenüber eingegangenen Verpflich⸗
¹) Sickel II, 17, K. 2. Aachen, März, K. 3, Andriaca villa(Orville, Pas de Calais) 17. kal. apr. a. 1., dann in Rouen, ann. Lau. mai. a. 769, Pertz, SS. I, 146.; vgl. Abel, l. c. p. 32 u. 35.
¹) die hierüber vorgebrachten Vermuthungen ſind zuſammengeſtellt bei Abel I. c. p. 35 n. 1.
³) Ranke, Zur Kritik p. 420 leugnet jeden Zuſammenhang des feindſeligen Verhält⸗ niſſes mit dem aquitaniſchen Kriege; vgl. dagegen Abel, K. d. G. p. 33 n. 3. Thijm, K. d. G. p. 140. läßt nach der alten Aunſicht den Zwiſt erſt durch den aquitaniſchen Krieg entſtehen, doch ohne Beweiſe beizubringen.
9) Mansi, Collectio conciliorum amplissima, 1756. tom. XII. p. 715; vita Stefani III., bei Muratori, Rerum JItalicarum Scriptores, 1723. III. a. 177; vgl. Jaffé, Regesta Pontificum Romanorum, 1851. ad. a. 769 p. 200; Gre⸗ gorovius, Geſchichte der Stadt Rom im Mittelalter, 1859, II, 363— 366.


