1¹3 mögen, doch eine zu wenig ſichere Grundlage haben), um ſie, wie es geſchehen iſt, als Stütze weitergehender Combinationen zu verwerthen. Wie in Beziehung auf die Geburt, ſo finden auch für die ganze Jugendzeit Karls die mehrfach erwähnten Worte, mit welchen Einhard ſeine Vita Caroli M. eröffnet, ihre Beſtätigung. Außer der oben erwähnten Betheiligung bei den Ereigniſſeu der Jahre 753 und 755 erfahren wir aus der Zeit vor ihrer Thronbeſteigung nur noch, daß ihnen frühzeitig durch Uebertragung von Grafſchaften und Theil⸗ nahme an den Feldzügen ihres Vaters²) Gelegenheit geboten wurde, ſich für ihren künftigen Beruf vorzubereiten, ohne daß ſie jedoch an den eigentlichen Regierungsgeſchäften theilgenommrn hätten.“) Die ſorgfältige Erziehung am Hofe ihres Vaters aber, die Abel erwähnt“), kann ſich ſicherlich nur auf die körperliche Ausbildung bezogen haben, wenn auch die von Abel citirte Stelle aus der vita Adalhardi) eine andere Deutung nahe legen mag. Denn wie es mit der eigentlich wiſſenſchaftlichen Erziehung beſchaffen war, zeigt Einhard in der Vita deutlich genug, wenn er die Schilderung der wiſſenſchaftlichen Be⸗ ſtrebungen Karls in ſeinen ſpäteren Jahren mit den Worten ſchließt: „Sed parum successit labor praeposterus ac sero inchoatus.“³⁴)
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¹) Der Zuſatz der ann. Bert. ſcheint allerdings(Abel p. 11 n. 2) auf älteren Nachrichten zu beruhen; doch haben wir für die Glaubwürdigkeit derſelben nicht, wie beim cod. Petav. der Fall war, ſichere Beweiſe. Hiernach möchten wir Oelsners Worte p. 419 n. 6 modifiziren.
²) Vgl. Abel, K. d. G., p. 17.
³) Abel, K. d. G., p. 17. Dafür ſprechen auch die oben citirten Briefe des Papſtes Paulus an die Prinzen. Jaffé, Bibl. IV, p. 103 u. 126 ep. 26 u. 35 cod. Car. 41 u. 40.
9 1. e.
³) Vita Adalhardi. Pertz SS. II, p. 525:„Qui(Adalhardus).... inter palatii tirocinia omni mundi prudentia eruditus, una cum terrarum prin- cipe magistris adhibitus“; die Stelle hat offenbar nur den Zweck, durch Hin⸗ weiſung auf den Verkehr mit Karl die Perſon Adalhards zu verherrlichen, vgl. Wattenbach, l. c. p. 170.
³) Vita C. M. c. 25. Jaffé, Bilb. IV p. 532; vgl. Gérard II, 251.


