Aufsatz 
Die deutschen Molière-Übersetzungen. Eine bibliographisch-literarische Studie
Entstehung
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Cleante.

Heist das euch feind seyn, wann man sagt, daß ihr wohl bey Mitteln seyd?

Harpagon.

Ja, dergleichen Reden, und die Verschwendung so ihr thut, werden verursachen daß man mich einmahl beym Kopff nehmen unnd den Hals abhauen wird, in Meynung ich stecke gantz voll Ducaten.

Cleante.

Was verschwende ich dann?

Harpagon.

Was? Ist auch etwas ärgerlichers, als der Uberfluß an Kleidern, mit welchem du durch die Stadt spat- zierest? Ich habs deiner Schwester gestern vorgehalten, aber mit ihr ists noch ärger. Ich hab meim Sohn, schon mehr als zwantzig mahl gesagt daß mir deine Art zu leben mißfället; du haltest dich wie ein Graff unnd derwegen kans nicht anderst seyn als du must mich be- stehlen.

Cleante.

Was, euch stehlen?

Harpagon.

Wie weiß ichs? aber woher nimbstu dann die Mittel dich also

zu halten?

Cleante.

Ich? Vatter: Ich spiele: unnd weil ich dann sehr glücklich bin, wende ich alles was ich gewinne zu einer sauberen Kleidung an.

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Cleantes.

Heist das euer Feind seyn, wann man sagt, daß ihr vermöglich seyd?

Harpagon.

Ja, dergleichen Reden, und die Unkosten so ihr machet. werden verursachen, daß man eins Tags wird zu mir kommen, und mir, in Meynung ich were gantz mit Gold behengt, den Hals abschneiden.

Cleantes.

Was für grosse Unkosten sind es, die ich mache?

Harpagon.

Was? ist etwas ärgerlichers, als der kostbare Aufzug, welchen ihr durch die Stadt führet? Ich zanckte gestern mit eurer Schwester, allein es ist übel ärger. Siehe, wie diß gen Himmel um Rache schreyet; und euch von den Füssen biß auf den Kopff anzufassen, so wird man hierzu eine gute Policey-Ordnung habs euch, Sohn, zwantzig mahl gesagt, daß alle eure Weise mir sehr mißfällt; ihr haltet euch Marggraff; und also gekleidet auf-

anrichten. Ich mein

so toll wie ein zuziehen, kan es nicht anders seyn,

als daß ihr mich bestehlet.

Cleantes.

Ey wie nach, euch bestehlen.

Harpagon.

Was weiß ich, woher könnt ihrs dann nehmen, den Staat, welchen ihr führet, zu unterhalten?

Cleantes.

Ich mein Vatter, das machts, daß ich spiele; und weil ich sehr glücklich bin, so wende ich alles

Geld, so ich gewinne, auf mich.

Cleantes.

Heist das euer Feind seyn, wann man sagt, daß ihr vermöglich seyd?

Harpagon.

Ja, dergleichen Reden, und die Unkosten so ihr machet, werden verursachen, daß man eins Tags wird in mein Haus kommen, und mir, in Meynung ich were gantz

von Gold zusamm geflickt, den Hals abschneiden. Cleantes. Was für grosse Unkosten sind

es wohl, die ich mache?

Harpagon.

Was für welche? ist etwas ärger- lichers, als der kostbare Aufzug, wann ihr durch die Stadt spazieret! lch zanckte gestern deiner Schwester deßwegen, allein es ist übel ärger. Siehe, wie diß gen Himmel um Rache schreyet; und den Füssen

mit

wann man eugh von biß auf den Kopff anfassen sollte, so würde man hiervon eine gute Policey- Ordnung können. Ich hab dir mein Sohn, wohl zwantzig- mal gesagt, daß alle deine Weise mir sehr mißfällt; du führest dich mit aller macht gantz gräfflich auf, und also gekleidet aufzuziehen, kan es nicht anders seyn, als du must

anrichten

mich bestehlen.

Cleantes.

Ey wienach, euch bestehlen?

Harpagon.

Was weiß ich, woher kanst du es dann nehmen, den Staat, welchen du führest, zu unterhalten.

Cleantes.

Ich Vatter? das machts, daß ich spiele; und weil ich sehr glücklich bin, so wende ich alles Geld, so ich gewinne, auf mich.