27 Namen: CASSEI. und die Jahreszahl tragen. Im Jahre 1879 wurde die Anſtalt einer völligen Neuord⸗ nung unterzogen und nun die Verteilung von Brabeonen eingeſtellt.
11. V: Kopfbild des Königs von der rechten Seite, am Halsabſchnitt: K. FiscHER F. Um⸗ ſchrift: WILHELM KOENIG VON PREUSSEN Am Rande ein feiner Ring.
R: Ein knieender, nackter Jüngling, teilweiſe mit einem Mantel bedeckt, zeichnet in ein mit der linken Hand gehaltenes Buch und lehnt ſich auf eine Säule, auf deren Spitze eine Eule ſitzt; auf dem Boden liegt hinter der Säule ein Kapitäl. Unten ſteht vertieft: GOEITZE F. Im Abſchnitt: KOENIGI. ACADEMIEDER KUNSTE Unſchrift: ANERKENNUNG DES FLEISSES. Am Rande ein feiner Ring.— Größe: 31 mm D.
12. V: Kopfbild des Königs von der rechten Seite, unter dem Halsabſchnitte K. FISCHER PF. Umſchrift: WILHELM KENIG VON PREUSSEN Am Nande ein feiner Ring.
R: Neben einem mit Widderkopf, Löwentatze und Adlerfittich verzierten Tiſche, auf welchem ein hoher Candelaber nebſt einer griechiſchen Lampe ſteht, ſitzt eine weibliche Figur von der linken Seite in griechiſcher Gewandung und hält eine teilweiſe auf dem Tiſche ruhende Tafel; der rechte Arm iſt auf den Tiſch geſtützt, und die Hand hält einen Griffel; vor dem Tiſche erhebt ſich eine Säule, worauf eine Eule ſitzt. Im Abſchnitt: ANERKENNUNG]D. FLEISSES Hinter der Figur ſteht unten: IACHTM. F. Umſchrift: DIE KONIGL. AKADEMIE DER KUNSTE.— Größe: 47 mm D.
VI. Volks⸗Gchulen.
Herr Banquier Herzog in Kaſſel beſitzt eine ſilberne„Verdienſtmedaille für die fleißigſten Schüler unſerer geſtifteten Schule für Knaben von den Freimaurern in Kaſſel zur Erinnerung des 70jährigen.“ Ludwig“, von denen jedes Mal beim Examen 8 Stück ausgeteilt werden ſollten, und in der That ſind nach der alten im Beſitze des Herrn G. Herzog befindlichen Handſchrift, die leider etwas beſchädigt iſt, in den Jahren 1821, 22 und 23 im ganzen 24 Stück vergeben. Im Jahre 1824 wurden die Freimaurer⸗ logen auf einen Allerhöchſten Befehl vom 19. Juli geſchloſſen und bald auch dieſe Schule aufgelöſt. Hoff⸗ meiſter, der über den Zweck dieſer Medaillen nichts erfahren konnte, berichtet, daß 196 Stück geprägt wären. Die betreffende Anſtalt wurde als Knabenfreiſchule nach Peſtalozzi'ſchen Grundſätzen auf Veranlaſſung des Konſiſtorialrats Ruppersberg im Januar 1820 eröffnet. Sie enthielt etwa 60 Schüler in zwei Klaſſen mit dem Lehrer C. Paul und einem Zeichen⸗Lehrer, deren Koſten mit 400 Thalern zu von der Großloge, zu% von der Loge zur Standhaftigkeit und zu% von der Loge zur Eintracht und Freundſchaft getragen wurden.
V: Auf der rechten Seite der Münze zeigt eine Hand mit ausgeſtrecktem Zeigefinger nach einem von oben beſtrahlten Auge in Wolken. Inſchrift unten: ERKENTNIS Am Nande geperlt.
R: Ein Bienenkorb mit rechts 6, links 3 fliegenden Bienen. Unter dem Fußboden ſteht: CASSEI. und hierunter befinden ſich ein Rechteck mit darauf ſtehendem kleinem Kreuze und zwei mit einer Ecke über⸗ einander geſchobene Vierecke. Am Rande geperlt. Auf dem Randumlauf befindet ſich vertieft: 5.. S.. 2.. 2 (die Freim.⸗Jahresz. f. 1822). Größe: 27 mm D. Hr. Sekretär Stern beſitzt dieſelbe Med. mit der Jahresz. 5823.
VII. Einige andere hier zu erwähnende Hedaillen.
1. Eine kleine Denkmünze von Landgraf Karl exiſtiert in Gold und Silber:
V: Jugendliches Bruſtbild von der rechten Seite mit langem Lockenhaar und einem Impera⸗ ſörennanüse Umſchrift: CAROLUS DG. HASSILR. LAN. PR. HERSF
R: In einem größeren, ausgezackten, viereckigen Waſſerbecken ſteht ein kleineres rundes mit einem
Springbrunnen. Umſchrift: INDUSTRLE PRRÆMIUM dann ein Kreuzchen und ein Punkt.
Größe: 10 mm D.— Der dargeſtellte Brunnen ſoll nach Bögehold's Angabe in den Nach⸗ richten von alten Münzen leiner Handſchrift auf der Landesbibliothek in Kaſſel) derjenige in dem Garten


