Aufsatz 
Über Euripides'Iphigenie unter den Tauriern und Goethes Iphigenie auf Tauris
Entstehung
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Ide, Dr. Ulrici, Völler, Dr. Stehlich, Dr. Danker, Heydenreich, Siebert, Dr. Peters,

Lange; 4) Wissenschaftliche Hilfslehrer: Dr. Erxleben, Dr. Knabe, Watermeyer, Dr.

Mänz, Dr. Becker(seit 1. Okt.), Dr. Völker(seit 1. Jan. 1888); 5) Ordentliche Elementar-

lehrer: Spangenberg, Jürgens, Erdmann; 6) Ordentlicher technischer Lehrer: Karbiner;

7) Probekandidaten: Dr. Becker(bis 1. Okt.), Meyer, Bethge(seit 1. Okt.); 8) Katholische

Religionslehrer: Kaplan Wiegand, Nau; 9) Israelitischer Religionslehrer: Dr. Stein, Dirigent

des israelitischen Seminars; 10) Technischer Hilfslehrer: Boppenhausen, Dirigent des

städtischen Schulturnens.

Die wissenschaftlichen Hilfslehrer waren sämtlich unbesoldet. Aus ihrer Zahl war mit Beginn des Sommerhalbjahres Herr Dr. Lohberg ausgeschieden, welcher, nachdem er in Berlin die Turnlehrerprüfung bestanden, eine Stelle an dem in der Entwickelung begriffenen Realprogymnasium zu Höchst a. M. gefunden hatte. Sein reiches Wissen, sein eifriges Streben, sein ehrenwerter Charakter und sein liebenswürdiges Wesen haben ihm viele Freunde erworben. Herr Dr. Knabe wurde Ende Mai beurlaubt, um am Königlichen Wilhelmsgymnasium eine Vertretung zu übernehmen; mit dem Herbst schied er aus dem Verband unserer Schule aus, da die Fortsetzung seines Dienstes an jener Anstalt besonders erwünscht war. Seine nunmehr erfolgte Anstellung als ordentlicher Lehrer an der städtischen Realschule schliesst die Mög- lichkeit seiner Rückkehr an das Realgymnasium nicht aus, dessen Lehrerschaft ihn wegen seiner vortrefflichen Eigenschaften nur ungern scheiden sah. Herr Dr. Mänz wurde für das Winterhalbjahr beurlaubt, weil er zur Turnlehrerbildungsanstalt in Berlin zugelassen war, Herr Dr. Becker für die letzten drei Wochen des Winterhalbjahres zu einer Reise nach Italien. Der Unterricht der unbesoldeten Hilfslehrer fand, abgesehen von einzelnen Vertretungsstunden, in der Weise statt, dass dieselben unter fortdauernder Verantwortung des betreffenden Lehrers auf Anordnung des Direktors einige Stunden von dem lehrplanmässigen Unterricht eines Lehrers der Anstalt für längere Zeit übernahmen. So unterrichtete Herr Dr. Erxleben wäh- rend des ganzen Schuljahres in Va Latein, Herr Dr. Knabe bis zum 27. Mai in IVa Deutsch und Geschichte, Herr Watermeyer während des Schuljahrs in III, 2 c Latein, Herr Dr. Mänz bis zum Herbst in II, 1 Mathematik, und zwar abwechselnd Trigonometrie und Stereo- metrie, in II, 2 b Physik, Herr Dr. Becker während des Winterhalbjahres in III, 1 a Englisch, bis zu seiner Beurlaubung, Herr Dr. Völker von Januar 1888 an Mathematik in II, 1 und Physik in II, 2 b..

Mänz, Nikolaus, geb. den 9. September 1860 zu Fulda, katholischen Bekenntnisses, Sohn des verstorbenen Mu- sikus Johann M. zu Fulda, besuchte das Realprogymnasium seiner Vaterstadt, dann das Realgymnasium zu Cassel bis Herbst 1881. Auf den Universitäten Leipzig und Marburg widmete er sich dem Studium der Mathematik und der Naturwissenschaften, wurde am 17. Juni 1885 zum Doktor der Philosophie ernannt, bestand am 31. Oktober 1885 die Lehramtsprüfung und trat dann als Assistent an dem mathematisch-physi- kalischen Institut zu Marburg ein. Nachdem er von Ostern 1886 bis 1887 am Realprogymnasium zu Mar- burg sein Probejahr abgeleistet, erhielt er die Erlaubnis als unbesoldeter Hilfslehrer am Realgymnasium in Cassel einzutreten.

Völker, Karl, geb. den 21. Mai 1857 in Cassel, evangelischen Bekenntnisses, Sohn des Bahnhofsvorstands a. D. Karl V. zu Cassel, erhielt seine Vorbildung für das Studium zuletzt auf der Realschule I. O. in Cassel, welche er im Herbst 1876 mit dem Zeugnis der Reife verliess. Nachdem er sich zuerst dem Post- dienst gewidmet, studierte er von Herbst 1877 bis Herbst 1880 in Marburg Mathematik, Physik und Na- turwissenschaften, wurde am 7. Juni 1880 zum Dr. phil. ernannt und bestand am 24. Juni 1881 die Lehr- amtsprüfung. Von Herbst 1881 bis Herbst 1882 leistete er das pädagogische Probejahr an derMuster-