Aufsatz 
Über Euripides'Iphigenie unter den Tauriern und Goethes Iphigenie auf Tauris
Entstehung
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schule(Realgymnasium) in Frankfurt a. M. ab, blieb mit dieser Anstalt bis Ostern 1883 in Verbindung

und nahm zu dieser Zeit eine Lehrerstelle an der höheren Knabenschule in Angermünde an, welcher er

vom 1. August 1885 bis 31. Dezember 1887 als Dirigent vorstand. Er gab, da die Weiterentwickelung der Schule aussichtslos war, diese Stelle auf, um vom 1. Januar 1888 ab an dem hiesigen Realgymnasium thätig sein zu können.

Meyer, Gustav, geb. den 4. November 1862 zu Wetzlar, evangelischen Bekenntnisses, Sohn des Gymnasialpro- rektors Prof. Viktor M. zu Hersfeld, besuchte zuerst das Gymnasium zu Wetzlar, dann das zu Hersfeld, widmete sich auf den Universitäten Marburg, Berlin, Heidelberg und Strassburg dem Studium der Natur-

wissenschaften, bestand zu Strassburg am 27. Februar 1886 die Lehramtsprüfung, genügte vom 1. April 188687 in Hersfeld seiner militärischen Dienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger und wurde für Ostern 1887 dem hiesigen Realgymnasium zur Ableistung des Probejahres zugewiesen.

Bethge, Oskar, geb. den 5. März 1862 zu Stargard in Pommern, evangelischen Bekenntnisses, Sohn des jetzt in Cassel lebenden Oberpost-Kassen-Rendanten und Rechnungsrates Bernhard B., besuchte seit Ostern 1869 die Vorschule und die Sexta der hiesigen Realschule und ging Ostern 1873 über auf das hiesige Gymnasium Lyceum Fridericianum, welches er Herbst 1881 mit dem Zeugnis der Reife verliess. Er studierte von Herbst 1881 bis Ostern 1883 zu Marburg, von Ostern 1883 bis Ostern 1884 zu Greifswald und von Ostern 1884 bis Herbst 1885 wiederum zu Marburg vorzugsweise deutsche Philologie, Geschichte und Geographie. Am 29. Oktober 1886 bestand er zu Marburg die Lehramtsprüfung. Vom 1. Oktober 1886 bis 30. September 1887 leistete er seiner Militärpflicht Genüge und wurde für Herbst 1887 dem hiesigen Realgymnasium zur Ableistung seines Probejahres zugewiesen.

In dem abgelaufenen Jahre erlitt der regelmässige Unterrichtsgang mehrfach stärkere Unterbrechungen, teils durch Kranksein der betr. Lehrer selbst, teils durch Vorhandensein einer ansteckenden Krankheit in deren Hause.

Auch bei den Schülern war der Gesundheitszustand nicht günstig. Drei hoffnungsvolle Schüler verlor die Schule durch den Tod. Am 17. August starb Ernst Fischer, III, 2 a, am

3. September Karl Schmidt, IV a, am 29. September Wilhelm Schuch, III, 2; die Schule

trauert herzlich mit den tiefbetrübten Eltern um die so früh dahingegangenen.

Von Leistungen ehemaliger Schüler ging uns zu: 1) Exner, A. H., Die Einnahmequellen und der Credit Chinas. Berlin 1887. Rubensohn, Max, Crinagorae Mytilenaei vita et epi-

grammata. Particula prior. Dissertatio inauguralis. Berolini 1887.