Aufsatz 
Über Sophokles' "König Ödipus" und Schillers "Braut von Messina" / vom ... [Wilhelm Wittich]
Entstehung
Einzelbild herunterladen

46

Das Lehrerkollegium setzte sich folgendermassen zusammen: 1) Direktor: Dr. Wittich; 2) Oberlehrer: Prorektor Professor Heuser, Grebe, Dr. Hornstein, Dr. Siebert, Dr. Kramm, Stange, Zwirnmann, Dr. Schantz, Dr. Grebel(seit dem 1. Okt.); 3) Ordentliche Lehrer: Dr. Grebel(bis zum 1. Okt.), Krauth, Ide, Dr. Ulrici, Völler, Dr. Stehlich, Dr. Danker, Heydenreich, Siebert, Lange; 4) Wissenschaftliche Hilfs- lehrer: Dr. Lohberg; Dr. Gierth(bis 1. Okt.); Dr. Peters, Dr. Erxleben, Dr. Knabe (seit 1. Okt.); 5) Ordentliche Elementarlehrer: Spangenberg, Jürgens, Erdmann; 6) Ordentlicher technischer Lehrer: Karbiner; 7) Probekandidaten: Dr. Erxleben, Dr. Knabe (bis 1. Okt.); Watermeyer; Becker(Seit 1. Okt.); 8) Katholische Religionslehrer: Kaplan Hoffmann(bis zum 16. August), Kaplan Wiegand(seit 18. Okt.), Nau; 9) Israelitischer Religionslehrer: Dr. Stein, Dirigent des israelitischen Seminars; 10) Technischer Hilfslehrer: Boppenhausen, Dirigent des städtischen Schulturnens.

Die wissenschaftlichen Hilfslehrer, mit Ausnahme des Herrn Dr. Peters, sind unbesoldet. Für ihre Thätigkeit im Sommerhalbjahr konnte denselben eine Vergütung gewährt werden. Herr Kaplan Hoffmann verliess nach mehr als 13 jähriger Thätigkeit an unserer Anstalt die Stadt Cassel, da er zum Pfarrer in Gersfeld ernannt war. Der Direktor sprach demselben schriftlich die besten Wünsche des Lehrerkollegiums für sein ferneres Wohl aus. Herr Dr. Gierth kehrte, nachdem er in der kurzen Zeit hier manche Freunde gewonnen, in seine Heimat Schlesien zurück, um eine besoldete Hilfslehrerstelle am Realprogymnasium in Ratibor zu übernehmen. Herr Dr. Lohberg ist seit dem 1. Januar beurlaubt, um gastweise an dem Lehrgang der Turnlehrerbildungsanstalt in Berlin teilzunehmen. UÜber die Lehrthätigkeit der Herren Dr. Gierth und Dr. Lohberg giebt die Obersicht der Unterrichtsverteilung für das Sommerhalbjahr auf S. 26 und 27 Auskunft. Im Winter- halbjahr unterrichtete Herr Dr. Lohberg in III, 1 b Naturkunde, in Vb Rechnen, Herr Dr. Erxleben in VI a Latein, Herr Dr. Knabe in III, 2 b und IVc Geschichte, in VI b Rechnen, und zwar in der Weise, dass der eigentlich mit dem betreffenden Unterrichtsgegenstande betraute Lehrer die volle Verantwortung für denselben behielt.

Gierth, Franz, geb., den 18. September 1857 zu Endersdorf, Kr. Grottkau, 0/S., katholischen Bekenntnisses, Sohn des Bauergutsbesitzers Ferd. Gierth, besuchte die Realschule I. O. in Neisse bis Ostern 1877 und studierte von da ab in Breslau neuere Sprachen. Am 29. Juli 1881 wurde er zum Doktor der Philosophie ernannt, am 1. Dezember 1882 bestand er sein Staatsexamen. Nachdem er seinem Militärdienst als Einjähriger genügt, wurde er Herbst 1883 dem Realgymnasium zu Neisse zur Ableistung des Probejahrs überwiesen und blieb daselbst bis Ostern 1885 als unbesoldeter Hilfslehrer. Dann widmete er sich teils zu Hause, teils zu Paris(August 1885 bis Februar 1886) weiteren Studien und erhielt am 19. März 1886 die Erlaubnis am Realgymnasium zu Cassel als unbesoldeter Hilfslehrer einzutreten.

Watermeyſer, Wilhelm, geb. den 4. Oktober 1857 zu Schöneberg bei Stargard in Pommern, Sohn des zu Stargard Kaufmanns Watermeyer, evangelischen Bekenntnisses, besuchte das Königliche Wilhelms-Gymnasium zu Berlin und bis Ostern 1877 das Gymnasium zu Stargard. Er studierte mit zweijähriger Unterbrechung auf den Universitäten Jena, Berlin, Würzburg und Marburg bis Ostern 1883 Geschichte, Geographie, Deutsch und alte Sprachen und bestand nach zweijähriger Privatthätigkeit am 22. Januar 1886 zu Marburg die Lehramtsprüfung. Ostern 1886 begann er sein Probejahr.

Peters, Heinrich, geb. den 10. Okt. 1860 zu Garvensdorf in Mecklenburg-Schwerin, evangelisch-lutherischen Bekenntnisses, Sohn des Lehrers Peters zu Garvensdorf, besuchte von Ostern 1872 bis Ostern 1880 das Gymnasium der Grossen Stadtschule zu Wismar und studierte bis Ostern 1884 in Berlin und Rostock alte Philologie, Deutsch und Geschichte. In Rostock bestand er am 13. Juni 1884 die Lehramtsprüfung und wurde ebendaselbst am 7. August 1884 zum