Aufsatz 
Über Sophokles' "König Ödipus" und Schillers "Braut von Messina" / vom ... [Wilhelm Wittich]
Entstehung
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Doktor der Philosophie ernannt. Von Michaelis 1884 bis Michaelis 1885 war er zwecks Ableistung des Probejahrs an der Grossen Stadtschule(Gymnasium und Realschule) zu Wismar beschäftigt, von da bis Michaelis 1886 als wissenschaftlicher Lehrer an der Mittelschule zu Bitterfeld. Herbst 1886 trat er hier als wissenschaftlicher Hilfslehrer ein.

Becker, Karl, geb. am 3. Juli 1860 zu Grossalmerode als Sohn des Fabrikanten Theodor Becker, ref. Bekenntnisses, besuchte das Realgymnasium au Osterode a. H. vom Herbst 1871 bis Ostern 1880, studierte in Strassburg, Marburg, Leipzig und zuletzt wieder in Marburg die neueren Sprachen, Deutsch und Geographie und bestand am 15. Mai 1884 die Doktorprüfung und am 12. Februar 1886 die Lehramtsprüfung. Die Zeit vom Februar bis zum Herbst 1886 brachte er teils in Paris, teils in London zu. Ierbst 1886 trat er sein Probejahr an.

Wiegand, Johann Peter, geb. den 22. Juni 1856 zu Borsch im Grossherzogtum Sachsen-Weimar, besuchte zuerst das Knabenseminar in Fulda, dann das dortige Gymnasium bis Ostern 1878 und bezog darauf mit dem Zeugnis der Reife die Universität Würzburg, wo er sich 4 Jahre hindurch dem Studium der Theologie widmete. Zum Priester geweiht am 20. April 1882, war er zur Aushilfe thätig bei dem Dechanten von Amöneburg, dann vom 22. Januar 1884 Kaplan daselbst und seit dem 10. November 1884 Kaplan in Cassel.

In dem abgelaufenen Jahre erlitt der regelmässige Unterrichtsgang mehrfach stärkere Unterbrechungen. Herr Siebert war auf 12 Tage, Herr Dr. Danker auf 8 Wochen zu einer militärischen Dienstleistung einberufen. Herr Oberl. Zwirnmann war als Schöffe thätig. Derselbe und Herr Boppenhausen hatten einen S tägigen Urlaub. Die Herren Jürgens, Spangenberg, Erdmann und Dr. Stein mussten den Unterricht versäumen, weil eine ansteckende Krankheit in ihrem Hause war. Durch eigenes Kranksein wurden besonders die Herren Ide, Völler, Oberl. Dr. Grebel, Oberl. Grebe, Dr. Danker, Dr. Ulrici, Boppenhausen, auch der Direktor von der Schule ferngehalten.

Ebenso war bei den Schülern der Gesundheitszustand kein günstiger. Ein hoffnungsvoller Schüler der VIa, Ernst Kropf, wurde im Beginn der Sommerferien, am 7. Juli, seinen Eltern und der Schule nach 8tägiger Erkrankung an Diphtheritis durch den Tod entrissen.

Von drei ehemaligen Schülern erhielt die Schule als Geschenke wissenschaftliche Arbeiten, welche ein schönes Zeugnis ihrer Weiterentwickelung geben. Herr Dr. Heinrich Reichenbach, Oberlehrer an der Adlerflychtschule zu Frankfurt a. M., abgegangen Ostern 1875, übersandte Studien zur Entwickelungsgeschichte des Flusskrebses, Herr Dr. Hans Voltz, abgegangen Michaelis 1879, eine philosophische Abhandlung:Die Ethik als Wissenschaft; Herr Dr. Wilhelm Greif, abgegangen Ostern 1882, übergab:Die mittelalterlichen Bearbeitungen der Trojanersage, ein neuer Beitrag zur Dares- und Diktyssage.