Aufsatz 
Über Sophokles' "König Ödipus" und Schillers "Braut von Messina" / vom ... [Wilhelm Wittich]
Entstehung
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27. Oktober 1996. Das Kgl. Pr. Sch. K. erteilt für die Herren Prorektor Professor Heuser und Oberlehrer Stange die Erlaubnis zur Annahme des Amtes von Gemeindeverordneten der hiesigen Freiheiter Kirchengemeinde..

4. Januar 18897. Das Kgl. Prov. Sch. K. giebt Kunde von einem Ministerialerlass vom 21. Dezember 1886, durch welchen aufs neue darauf hingewiesen wird, dass durch sorgfältige Uberwachung aller Schüler, besonders der mittleren und oberen Klassen, durch fleissige Hausbesuche bei den auswärtigen, durch rechtzeitige Warnung der Eltern oder deren Stellvertreter bei einheimischen und auswärtigen Zöglingen und durch sonstige geeignete Einwirkung seitens der Lehrer der höheren Schulen dem noch immer hier und da hervortretenden Unfug verbotener Schüler- verbindungen zu steuern sei.

20. Januar 1887. Das Kgl. Prov. Sch. K. überweist den Kandidaten des höheren Schulamts Herrn Gustav Meyer aus Hersfeld dem Realgymnasium zur Ableistung des pädagogischen Probejahres.

31. Januar 1887. Das Kuratorium des Realgymnasiums teilt mit, dass das Stadtbauamt ersucht worden ist die Gerüste und verstellbaren Geräte der städtischen Turnhallen und Turnplätze jährlich einmal auf ihre Haltbarkeit und Sicherheit zu prüfen, und ersucht den Direktor des Realgymnasiums den Turnlehrern der Anstalt in der Benutzung der betreffenden Geräte die grösste Vorsicht zu empfehlen.

4. März 1887. Das Kgl. Prov. Sch. K. übersendet einen Ministerialerlass vom 30. Dezember 1886, betreffend die unbefugten Ausgrabungen der Oberreste der Vorzeit, Stein- und Erdmonumente, Gräberfelder u. s. w. aus römischer, heidnisch-germanischer oder unbestimmbar vorgeschichtlicher Zeit sowie die Verschleppung der dabei gewonnenen Fundstücke.

III. Chronik der Schule.

Das Schuljahr begann am 3. Mai 1886. Am 2. Juni nahm nur der Direktor an der Jahres- versammlung des Vereins von Lehrern höherer Unterrichtsanstalten unserer Provinz zu Montabaur teil; der Unterricht fiel daher nicht aus. Pfingstferien wurden nicht gegeben, weil die Osterferien auf 2 ½ Wochen hatten angesetzt werden müssen. Vom 3. bis 31. Juli waren Sommerferien, vom 26. September bis 9. Oktober Herbstferien, vom 23. Dezember 1886 bis 6. Januar 1887 Weihnachtsferien. Am 22. Februar, als am Fastnachtstage, fiel der Unterricht aus. Am letzten August wurde von 3 Uhr nachmittags ab, am 3. September während des ganzen Nachmittags der Hitze wegen der Unterricht ausgesetzt. In den Sommerferien wurde für Schüler der unteren und mittleren Klassen eine Ferienschule abgehalten.

Am 4. Mai war das Realgymnasium bei der Eröffnungsfeier des Königlichen Wilhelms- gymnasiums durch den Direktor vertreten. Am 2. September hielt bei der Schulfeier des Sedan- festes Herr Heydenreich die Festrede; nachmittags machte die Schule einen gemeinsamen Ausflug nach dem Habichtswald. Am 28. September wurde das Louisenstädtische Realgymnasium in Berlin zu der Feier seines fünfzigjährigen Bestehens in einem Schreiben beglückwünscht. Am 11. Oktober beteiligten sich der Direktor und mehrere Lehrer der Anstalt an der Feier des fünfzigjährigen Dienst- jubiläums des Oberlehrers an der hiesigen Realschule Herrn Dr. Kessler. Am 14. Oktober erging ein Glückwunschschreiben an das Realgymnasium am Zwinger in Breslau zur Feier seines fünfzig-