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Kuppen auf als lokale Lavaaustritte über einzelnen Eruptions- kanälen, oder sie sind Lavamassen, die in den Eruptionskanälen selbst erkaltet und erst später durch Abtragung der umgebenden Masse freigelegt worden sind. Vielfach beobachtet man inner- halb der Basaltmassen eine polygonal-säulenförmige oder plattige, zuweilen auch kugelige Absonderung, die beim Erstarren der feurigflüssigen Gesteinsmasse eintrat. Besonders regelmässige Säulenbildung zeigt der Bilstein bei Lauterbach.— Je nach den zu verschiedenen Zeiten erfolgten Ausbrüchen unterscheiden sich die Basalte neben der Lagerung auch in Zusammensetzung und Gefüge. Im allgemeinen bestehen die älteren und daher unteren Ströme aus einem blauschwarzen, dichten Gestein, das als Basalt im engeren Sinne bezeichnet wird. Die oberen, jüngeren Ströme haben eine hellere Farbe, und ihr Gestein ist reich an Poren, weniger dicht, als der Basalt. Dieses Gestein wird Anamesit, bei gröberem Korn Dolerit genannt. Ein durch grossen Reich- tum an Blasen und grobes Korn ausgezeichneter Dolerit ist der sog. Lungstein von Londorf.:
Neben den beiden Hauptgesteinsarten treten noch eine Reihe von nahe verwandten Eruptivgesteinen auf, die sich von ersteren durch Vorherrschen anderer Mineralien unterscheiden(Nephelin- basalte, Leuzittephrite u. a.). Die einzelnen Basalt- resp. Aname- sitströme zeigen oft noch deutlich die gleichen charakteristischen Ober- und Unterflächenformen wie die heutigen Lavaströme.
Zwischen den basaltischen Strömen und Decken sowie in weiter Verbreitung über ihnen liegen vulkanische Tuffe, über deren Entstehung uns die Vorgänge an tätigen Vulkanen be- lehren. In der Umgebung einer vulkanischen Ausbruchstelle, oft auf grosse Entfernungen hin, fallen die ausgeschleuderten Massen von Aschen, Lapilli, Bomben u. s. w. nieder und häufen sich schichtenweise an. Derartige Bildungen werden als Tuffe be- zeichnet. In derselben Weise haben sie sich einst im Vogelsberg gebildet; entsprechend seiner Grösse sind sie ausserordentlich verbreitet und oft von grosser Mächtigkeit, so in der Gegend von Schotten, im Haingrabental bei Grossen-Buseck, Climbach, Nidda u. a. O.
Jedenfalls nehmen diese basaltischen Tuffe einen viel grösse- ren Anteil am Aufbau des Vogelsberges, als man bisher annahm. Durch die geringe Widerstandsfähigkeit der lockeren Tuffmassen gegen Erosion wurde wohl auch die Regelmässigkeit sowie die Breite oder Tiefe der zahlreichen Täler begünstigt.


