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und Bewundern weisen ferner die vielen Einladungen hin, die an Hoscius ergingen und in der That mussten schon die Verbindungen, in die er mit den datores und curatores ludorum trat, sehr mannichfaltig sein. Zugleich müssen wir an alle diejenigen Familien denken, in denen Kunst und Wissenschaft entweder wirklich oder weil es die Mode so mit sich brachte, ihre Gönner fanden. Ein Blick in diese Familien lässt uns die Rede für den Archias thun. Wir sehen daselbst ¹), dass letzterer Zutritt hatte in der Familie des Q. Metellus Numidicus und seines Sohnes Pius, des M. Aemilius, des Q. Catulus und seines Sohnes, des L. Crassus, der Luculler, der Octavier, des Drusus, des Cato und des ganzen Hau- ses des Hortensier. Da Archias und Pasiteles, wie wir oben sahen, Freunde des Roscius waren, so dürfen wir mit Sicherheit annehmen, dass in all' diesen Häusern auch unser Künstler geachtet und geliebt wurde. Endlich habe ich kaum noch hinzuzufügen, dass Ros- ceius wohl mit jeder Art von Gelehrten und Künstlern in Verbindung stand. Ein besonderes Interesse, seine Freundschaft zu suchen, hatten die Dichter, da von ihm der Ankauf neuer Stücke sowie die Schätzung des Preises abhing, und so dürfen wir denn auch freundschaft- liche Beziehungen zwischen ihm und Attius, Turpilius, Atta, Titius, Nonius, Pomponius, Q. Cicero, obgleich letzterer nur dichtender Dilettant war, vielleicht auch den Mitgliedern des collegii poetarum, zu denen C. Jul. Cäsar Strabo und Attius ²), und unter andern Dichtern und Vornehmen Roms gewiss auch D. Junius Brutus Galläcus gehörte ³), voraussetzen. Doch ich bin hier am Ende meiner Untersuchung angelangt, deren Ausführlichkeit darin eine Entschuldigung finden dürfte, dass es sich um einen Mann handelte, der als Mensch und Künstler gleich gross war, der unter seinen Zeitgenossen einen Einfluss geübt hat, wie weder vor noch nach ihm ein anderer Künstler, der nicht blos zur Unterhaltung und Erho- lung von mühevollen und ernsten Beschäftigungen, sondern auch zur Belehrung, zur Verfeine- rung der Sitten, zur Bildung der Sprache, zur Bekanntschaft mit den Dichtern, ja den Wis- senschaften überhaupt, zur Erweckung des Schönheitssinnes und Empfehlung der schönen Künste, da Bildhauer-, Maler- und Tanzkunst, Plastik und Musik in engster Beziehung zum Theater standen, so viel beigetragen ⁴), und der sich durch Alles dieses, sowie durch seinen
¹)§. 6.
2) Val. Max. III, 7, 11, wo von beiden erzählt wird: Is(Attius) Julio Caesari, amplissimo et florentis- simo viro, in collegio poetarum venienti nunquam surrexit; non majestatis ejus immemor, sed quod in comparatione communium studiorum, aliquanto superiorem esse confideret. Quapropter insolentiae crimine caruit,
quia ibi voluminum, non imaginum certamina exercebantur.
³) Er war ein Freund des Attius. Pro Arch. II, 27; Brut. 28, 107.
¹) Wiefern die Tragoedie den Sinn der Rômer gemildert, ihre Sprache gebildet und bereichert, auf Redner und Dichter eingewirkt, den hohen Sinn der Römer genährt, den Patriotismus belebt u. s. w. s. b. Lange S. 31 ff. Dass die Bühne bei den Alten eine wichtigere Bestimmung hatte als in unsern Zeiten, in denen auf vielen andern damals noch unbekannten Wegen Aufklärung und Bildung gefördert wird, erwähne ich nur bei-
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