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könne benannt worden sein? Wie aber, wenn das Drama jenes Dichters seinen Namen er- hielt, weil die damals zuerst gesehenen Masken auffielen und man das Stück die„maskirte Komödie“ nannte? Allerdings scheint die Neuerung nicht durchgedrungen zu sein. Beim Plautus findet sich keine Andeutung der Masken, für die Zeiten des Terenz aber liesse sich vielleicht aus den Miniaturbildern in der Handschrift der Vaticana zu Rom, der Pariser und dem cod. Amb. zu Mailand ¹), die zwar nach den Untersuchungen der Gelehrten in das 8. oder 9. Jahrhundert n. Ch. gehören, wahrscheinlich aber Copien von Aufführungen in sehr früher Zeit sind, ein Schluss machen. Wie Böttiger ²) und vor ihm schon andere Gelehrte zu beweisen gesucht haben, wurden die Figuren des zu gebenden Stücks oder auch irgend ei- ner Scene desselben vor dem Eingang des Theaters aufgehängt, um die Besucher desselben mit den in der Aufführung vorkommenden Personen vorläufig bekannt zu machen ³). Es ist wahrscheinlich, dass diese Sitte die Veranlassung wurde, dieselben oder ähnliche Zeichnun- gen auch in die Handschriften aufzunehmen. Hätte man aber, um andere Gründe zu über- gehen, wohl dasselbe Interesse gehabt, solche Handschriften anfertigen zu lassen in einer Zeit, wo die Lust an dem Terenz der Lust an den Pantomimen, Gladiatorenkämpfen und Thierhetzen gewichen war? Handschriften, in denen die Figuren des Stücks den Scenen vor- gesetzt waren, verursachten viel Mühe und viele Kosten. Von Privatpersonen ist nicht zu erwarten, dass sie beides aufwandten, als die Freude am Dichter zum grössten Theile ge- schwunden war, von Theaterdirektoren ist es aber noch weniger zu vermuthen, da ihnen in späterer Zeit die Aufführungen der Terenzianischen Stücke zu wenig Gewinn brachten. Es
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ist daher wahrscheinlich, dass jene Bilder zu einer Zeit in die Handschriften kamen, in der Terenz der Liebling des Publikums war, woraus denn folgte, dass schon damals die Schau- spieler maskirt gewesen wären, da diese Figuren fast ohne Ausnahme Masken tragen. Sehr ansprechend und meinen Beweis in hohem Grade unterstützend ist die Vermuthung von d'Agincourt 4), dass der Bruder von dem Herrn des Terenz schon um d. J. 180 v. Ch. die in Rede stehenden Bilder in die Manuscripte habe aufnehmen lassen. Doch würde mich die Prüfung, in wie weit sich diese Vermuthung bewähren dürfte, zu weit von meinem Ge- genstande abführen. Ich wende mich deshalb zu den übrigen Gründen, aus denen mir her-
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¹1) Vgl. Wieseler S. 63. 2) De pers. scen. p. 228 n.
³) Zu diesem Zwecke hatten die Theatergesellschaften, wie derselbe Gelehrte vermuthet, auch ihre Ma- ler. Plin. XXXV, 10, 37.
4) Hist. de P'Art par les Monum. T. II, p. 57 ff.: Ony retrouve en meme temps des traces de beaucoup d'anciens usages, dont quelques uns se sont perpétués jusqu' aujourd'hui, tels que celui du mouchoir de cou, sudarium, que portent encore à Rome les serviteurs et autres gens de peine. D'après ces observations, n'est-il pas permis de penser que le manuscrit original et autographe de Térence, dont il a été fait tant de copies, avait été orné de figures, par l'ordre de Catus Térentius, frére du mattre de Térence? Le Romain, selon Pline, avait fait exécuter beaucoup d'ouvrages de peinture, vers l'an 180 avant J. C.—.
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