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heit des Triumphs, den L. Anicius im J. 168 über die IIIyrier feierte ¹), und ohne Zweife. auch nach der Eroberung Griechenlands durch Mummius, obgleich die von Tacitus gebrauch- ten Worte verschieden erklärt worden sind. Derselbe sagt nämlich ²):— eoque a Tuscis accitos histriones, a Thuriis equorum certamina et possessa Achaja Asiaque ludos euratius
editos. Lipsius versteht unter den letztern Worten geradezu griechische Schauspiele, wäh- rend Pighius, Orelli u. A. dafür halten, dass römische Schauspiele, aber graeco more d. h. bei denen die Bühne und Zuschauerräume nach griechischer Art seien hergerichtet worden, gemeint seien. Der Gegensatz zwischen den Tuscischen Histrionen, den Thurischen Wett- rennen und den scenischen Spielen, welche nach der Eroberung von Asien und Griechenland in sorgfältigerer, also neuer Weise gegeben wurden, macht es höchst wahrscheinlich, dass wirkliche griechische Schauspiele von Tacitus verstanden werden. Ja ich für meinen Theil bin überzeugt, dass uns nur die Zeugnisse fehlen, während in Wirklichkeit nicht blos in spä- terer Zeit ³), sondern gewiss schon im zweiten Jahrhundert, griechische Dramen in der Ur- sprache öfter in Rom aufgeführt wurden. Dies anzunehmen, werde ich schon durch die Blüthe der griechischen Sehauspielkunst veranlasst, welche seit Alexander, nachdem die Poesie, Philosophie und Geschichtsschreibung, überhaupt die produktive Kunst und Wissen- schaft hinzusiechen angefangen hatte, einen solchen Aufschwung nahm ⁴), dass eine Menge von Corporationen Dionysischer Künstler, wov*, XOA rGy eft roy Al6"0Gov re-vrSy ⁵) entstand, deren Mitglieder wandernd von Land zu Land, von Stadt zu Stadt zogen und nicht blos nach Asien, Griechenland, Italien, sondern selbst nach Gallien und Spanien ka- men 6). Es wäre unter solchen Umständen eher zu verwundern, wenn griechische Schau- spielergesellschaften, die sich natürlich da am längsten und am zahlreichsten aufhielten, wo ihrer Kunst der meiste Beifall und der grösste Lohn wurde, nicht nach Rom gekommen wä- ren, als es zu verwundern ist, dass sie dorthin gekommen sind. Schon die Nähe Unterita-
1) Polyb. XXX, 13; Athen. XIV, p. 615. Sollte sich nicht auch Aem. Paulus für das griechische Drama in derselben Weise interessirt haben? S. s. Leben v. Plut. c. 28. 2) Ann. XIV. 21.
²) Brutus reist in Campanien umher, um Schauspieler d. h. doch wohl griechische aufzutreiben. Plut. Brut. c. 21. Von griechischen Aufführungen berichtet weiterhbin Cic. Ep. VII, 1: non enim puto te Graecos aut Oscos ludos desiderasse. XVI, 5: Scis enim, quid ego de Graecis ludis existimem. Für die Kaiserzeit ist zu vergl. Suet. Caes. 39; Oct. 43; Ner. 21. Mehr noch bei Welcker a. a. O. S. 1426. Ausserdem liefern die Script. Hist. Aug., wie sich unten ergeben wird, noch manchen Beitrag, der noch nicht benutzt worden ist.
4) S. Böttiger: Quat. aet. rei sc. p. 326 sqq. s) S. Welcker S. 1303 ff. Die bekannteste derselben ist die Jonische, welche früher in Teos, später in Lebedos ihren Sitz hatte. Sie besass eine Menge von Privilegien, wie Steuerfreiheit, Asylie u. s. W. Ein Band der bleibenden Vereinigung waren unter Anderm die jährlichen Vereinsfeste.
*) Wer denkt hierbei nicht an die wandernden Tronbadours und Meistersänger, an jene Minstrels, Harfen- spieler, Gaukler und justige Personen aller Art, die gleichfalls von Orten, wo ihre Kunst gelehrt und gelernt wurde, überallhin auswanderten? S. Gervinus Shakespeare 1, 85.
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