Aufsatz 
Über das Handschriften-Verhältnis des Altfranzösischen Guy de Warwick
Entstehung
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P alle Stellen, welche das religiöse Gebiet berühren, absichtlich gekürzt.!) Jedenfalls kann aber von einer gemeinsamen Quelle von GA gegenüber P gar nicht die Kede sein. Dass viel- mehr PA thatsächlich gegenüber G ein gemeinsamer Text zu Grunde gelegen hat, beweist der Reimfehler, welcher sich, wie gesagt, in den das soeben besprochene längere Gebet einleitenden Versen findet. Diese lauten in G70

7 Al m'tier ſalte marie eſt ale

8 7 deuàt le crucifiz eſt coche

9 De coer p fond fiſt la piere

10 7 fi la fiſt en tele man'e. Der letzte Vers fehlt sowohl in P nach 46 a 32 als auch in A nach 100 b 34, so dass also der vorhergehende in beiden Hss. des Reimes entbehrt.

56. Von kleineren Auslassungen innerhalb des Verses habe ich folgende Fälle zu ver-

zeichnen: Sinn und Metrum leiden durch Auslassung des Wörtchens sur gegenüber der Hs. H in

P 16( 40 Mütef f't lur deſtrerſ A40 b 8 Mountes se ſunt lur deſtrers.

Vgl. H26 v? Sur lour destres sunt puis muntes(GR fehlen).

57. Deutlicher als P34a 37 K' felice p'f gifoit= AS81 a50 Qe felice pres giſeyt ist G52 b 13 O' felice p's de li coucheit. Metrisch richtig ist keiner dieser drei Verse. Dieselben finden sich an der ersten Stelle, welche Tanner und ihm gegenüber Zupitza a. a. o. eingehend besprechen. Ich muss auch hier wieder Zupitza beipflichten, welcher die Lesart in G als eine Verschlechterung von C darstellt. Da PA im wesentlichen mit G übereinstimmen, so können wir hier zugleich einen Fall konstatieren, wo eine Lückenhaftigkeit der Gruppe GPA gegen- über der die andere Gruppe vertretenden Hs. C. vorliegt. Richtig ist übrigens der dem obigen entsprechende Vers auch in C nicht, wo er lautet: Ke Gui pres sa femme iut.

58. Die Auslassung des Artikels ist zu tadeln in P 34 40= AS81 a 53 A feneſtres hoꝛs regarda(G 52 b 16: As feneſtres, C?: as estres).

59. Eine Silbe weniger als alle anderen Hss. hat P 50 a 29= A109 b4 bras (GCROf e braz). Vgl. P51d 1= A 113a 37 Eyns k' il auge de ci(G82 b 8: Ain⸗ qil ſen auge de ci) und auch PS833= A 21 b 14 ke(GR: qil, H: qi), in welchem letzteren Fall freilich die Silbenzahl dieselbe bleibt.

60. Bemerkenswert ist Plal2= Ala12 Tout dys fay e leaute und ebenso die drei Hss. CMF, während G1 a12 allein einen richtigen Vers7 tot dis fey 7 leaute hat, H aber noch mehr entstelltEn diz foy et beaute. Xhnlich P 16( 42= A40 b 10(auch H)Ny ad mef eſpnymét(GR: Car ni aſd] nul eſpniemet).

61. Auch in PSdS= A 22a3Einf en le cosf de vn eſpee ist wohl Auslassung eines Wortes anzunehmen: G hat einen ganz anderen Vers dafür, K liest aberEynz el cors de un grant espee und H, welches wir der Gruppe GPA zuweisen werden, ganz ebenso En⸗ al etc. Diese Lesart wäre demnach, weil von zwei Gruppen gestützt, als die ursprüngliche anzusehen und zeigt ja auch, wenn man fürun das grammatisch zu verlangendeune ein-

¹) Durch diese Vermutung veranlasst, stellte ich mir alle Fälle zusammen, in welchen der Name Gottes in der Hs. G vorkommt, und verglich mit denselben die entsprechenden Stellen aus Pund A. Indem ich mir vorbehalte, auf. die Resultate dieser Sonderuntersuchung an einem anderen Orte zurückzukommen, will ich hier nur erwähnen, dass bei Abweichungen der drei Hss. unter einander fast durchweg PA zusammen gegen G stehen.