— 183—
9 7 moy qant ſerai moꝛt
10 E nſeuelir me ſetef al poet etc. Gegen diese Lesart ist sachlich nichts vorzubringen. PA bieten gemeinsam eine davon abweichende Falschung, welche in P nun gar vollständig verderbt ist.
24. Nur scheinbar liegt eine Auslassung und Fehlen eines Reimes vor nach P 20 25 De p fe le meſfage etc. Der hierzu gehörige Reimvers ist nämlich, wie sich durch die Ver- gleichung mit Hs. A leicht bestätigen lässt, der kurz darauffolgende Vers
P 20 d 29 Si. G. nel miſt autage(= a vtrage X50 a 25). P 20 G 26 P? ſé eſt en pef leueſ Die drei dazwischen liegenden Verse 27 E mpe fet il oꝛe entédeſ 28 P- vꝰ fray le meſſage, welche grosse Verwirrung in den Text bringen und hier gar keinen Sinn haben, sind aber kein Zusatz von P, sondern nur durch eine Unaufmerksamkeit des Schreibers hierher geraten, welcher beim Schreiben von V. 25 infolge der vollständigen UÜbereinstimmung des zweiten Hemistichs in V. 35„Si nul oſat f'e le meſſage“ sprang und, ohne seinen Fehler zu bemerken, die drei folgenden, den obigen ganz gleichen VV. 36, 37 und 38 weiter niederschrieb. Hier kam er durch einen Zufall, eine neue Unaufmerksamkeit, wieder ins richtige Geleise, indem er „le meſſage“ von V. 28 von neuem verwechselte mit dem gleichlautenden Schluss von V. 25 und nun ahnungslos weiter kopierte, so wie wir es in A richtig finden.
25. Unrichtige Zusatzverse dagegen, schon weil durch dieselben überzählige Reime in
den Text kommen, sind P 14 b 47, 37 a 2 und 42 33, wo es z. B. an der ersten Stelle heisst: P 14 b 45 Il e ſe compainũſ
46 Vüt a la foꝛet de lyunf
47 En la fozeft de liuns
48 En la fozeſft füt entref etc. Vers 47 besteht aus dem ersten Hemistich von 48 und dem letzten von 46.— An der zweiten jener Stellen ist abgesehen von den drei gleichen Reimen von dem Schreiber nicht bemerkt, dass nach seiner Schreibung ein Mensch noch weiter spricht, nachdem ihm bereits der Kopf zerschlagen ist, was doch nicht wohl angeht. Und an der dritten Stelle schrieb der Schreiber von P 42 a 31 am Ende„doler“ gegen GA„dolur“. In dem falschen Glauben, dies reimè auf das vorhergehende ber(42a 30), schuf er dann einen neuen Reim auf io:(4 2 a 32), woher der überzählige V. 33 stammt, welchen GA nicht haben.
26. Nach P 50 a 27 fehlen zwei Verse, welche von der ganzen übrigen Überlieferung gestützt sind. Ahnlich ist nach P5137 ein Gedanke ausgelassen, welchen GA in je zwei, CROf in je einem Verse stützen.(Vgl. meinen Paralleltext a. a. o.)
27. Durch die Auslassung einzelner Wörter steht P im Gegensatz zu der gesamten uübrigen Uberlieferung in den VV. 50 a 31(PNe, GACROf'ni= ne i), 50 2 36(P pent, GACROf li pent) und 51 43(P—, GACROf murre oder moree).— Besonders interessant ist der letzte Fall, wo das in P fehlende Wort ein Reimwort und die Abweichung von den anderen Hss. also einfach aus einem Reimbedürfnis hervorgegangen ist.(Vgl. auch hierzu meinen Paralleltext a. a. 0.)
28. Das Versmass und zum Teil auch der Sinn wird durch Weglassung von Wörtern
beeinträchtigt in Fällen wie pSd4— Vn paf fumef acalyf A 21 b 32 A vn pas fumꝰ aſaylys G 10 12 A vn pas feumef aſſailis,


