Aufsatz 
Über das Handschriften-Verhältnis des Altfranzösischen Guy de Warwick
Entstehung
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bestimmen. Lässt sich dagegen neben der UÜbereinstimmung von PA nur noch entweder diejenige von GA oder diejenige von GP nachweisen, so spricht dies noch nicht gegen die Annahme einer ausschliesslich engeren Verwandtschaft von PA. Stellt sich z. B. ein Zusammen- gehen von GA heraus, so würden diese Handschriften in den betreffenden Fällen die der ganzen Gruppe GPA ursprünglich gemeinsamen Lesungen enthalten, an welchen P nur selbständig änderte. Und hierfür finden sich in der That eine grosse Menge von Beispielen.

Wenn wir in den späteren Kapiteln des Gedichtes, wo ja die grösseren Initialen nur noch vereinzelt vorkommen, uns bei diesen letzteren nicht begnügen, sondern an der Hand der kleineren Anfangsbuchstaben innerhalb der Kapitel wieder kürzere Abschnitte unterscheiden, welche wir Paragraphen nennen wollen, so ergiebt sich, dass in einem ganzen Teile unserer Handschriftengruppe GA in der angegebenen Weise P gegenüber steht. Unter Mitberücksich- tigung der kleineren Initialen kann man nämlich von vier grossen Teilen des Gedichtes sprechen:

1. G1 a1 34 936(= Pl al 25 b 33. A1al 63 a 22). In diesem Teile sind unter 124 Abschnitten der Erzählung 89, also annähernd ³¼ der Fälle in welchen PA in der Vers- zahl genau übereinstimmen gegenüber G, während in den ubrigen 35 Fallen alle drei Hand- schriften zusammengehen.

2. G 34 d 7 55 a22(= P 25 b 34 36 18, XG3 a 23 84 a42). In diesem Teile sind unter 55 Abschnitten der Erzählung 53, in welchen alle drei Handschriften in der Verszahl überein- stimmen, während die zwei noch übrigen Stellen(I. P 28 cͤ35 29 a 25= G41 b 9 42 b 2 und AX 70 b 10 71 b 9. 2. P 30 18 31 a5= G45 17 46 a4 und A 74 42 75 a 30) verderbt sind, aber so, dass auch sie, wenn man an der ersten P, an der zweiten P und A genau nach- sieht, sich den anderen 53 Fällen anschliessen.

3. G55 23 90 c6(= P36 19 55 b 13, A 84 a43 121 a 26). In diesem Teile haben von 109 Abschnitten der Erzählung 44 wiederum vollständiges Zusammengehen der drei Hand- schriften GPA aufzuweisen. In 61 Fällen aber, also einer kleinen Majorität, gehen hier GA zusammen gegen P. Ein vereinzelter Fall ferner, welcher sich am Schluss eines Hauptabschnittes vor einem grösseren Initialen findet, hat wenig Interesse, da hier A fehlt und GP von einander abweichende Lesungen bieten. In einem weiteren Einzelfall stehen wie in Teil 1 PA gegenüber G. Interessanter sind schliesslich die folgenden zwei Stellen, weil sie im ganzen Gedicht nicht ihresgleichen haben: G799 d8(= P50 30 41, A 110 b 14 39) und GS1 d 15 82a10 (= P51 22 35, A112 b 48 113 a 15). Hier geht nämlich die Verszahl sämtlicher drei Hand- Schriften auseinander. G und A differieren freilich in beiden Fallen nur jedesmal um zwei Verse, aber ein greifbarer Fehler ist nicht nachzuweisen. Und in dieser Hinsicht sind auch von den oben genannten 61 Fällen, in welchen übereinstimmend gegen P stehen, 29 besonders zu bemerken, insofern als bei ihnen zwischen GA einer- und P andrerseits auch nur immer ein Unterschied von zwei Versen vorliegt, ohne dass sich im einzelnen Falle stets der strenge Beweis führen liesse, dass oder wo P falsch ist.

4. G 90 7 96 d 24(= P55 b 14 58 c8, A 12¹ a 27 127 b 2. Was in PA, resp. Anoch weiter folgt, kann nicht in Betracht kommen, da G, resp GP fehlt). In diesem Teile zeigen ähnlich wie im zweiten fast alle Abschnitte der Erzählung, nämlich 26 von den vorhandenen 27, UÜbereinstimmung der drei Handschriſten GPA. Uad auch der 27. Fall, G 93 a 23 94 a10 (= P 56 29 57a 18, A 123 b 32 124 b 19), lässt sich nicht bestimmt als Abweichung von den anderen 26 beweisen, da das betreffende Blatt in G abgerissen und daher nicht mehr genau zu ersehen ist, wie viel Verse auf demselben gestanden haben.