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Freundschaft, kurz es werden nicht viele Klöster im Reiche gewesen sein, die nicht die eine oder andere Gunstbezeugung aus ihrer wohlthätigen Hand empfangen haben.!)
Schon unter Otto I. hatte Adelheid in dieser Beziehung viel gethan.
Viele Abteien— auch Domstifte— verdankten ihrer huldvoHen Fürsprache die Erlangung königlicher Begünsti- gungen, sowie die Mehrung ihrer Besitzungen.?)
Noch womöglich grossartiger jedoch gestalteten sich ihre diesbezüglichen Gunstbezeugungen seit 973, dem Todesjahre Ottos I.
Sie, die kaiserliche Witwe, die nach dem Hintritt ihres Gemahls bekanntlich mehr und mehr den Übungen der Fröm- migkeit und der christlichen Nächstenliebe sich zuwandte,°) hatte nämlich von dieser Zeit an, wie die Armen und Not- leidenden, so auch die geweihten Stätten des Gebetes und gottesfürchtigen Lebens sich zum ganz besondern Gegenstand ihrer Wohlthätigkeit auserkoren.
So stattete sie die Abtei Peterlingen in Burgund mit reichlicheren Einkünften aus,*) sorgte aufs eifrigste für den Fortbestand des von ihr vor den Mauern Pavias erbauten, grossartigen St. Salvatorklosters°) und beschenkte häufig im Vereine mit ihrer Tochter Mathilde, Äbtissin von Quedlin- burg, die sächsischen Nonnenklöster 6) vier Jahre vor ihrem Tode gedieh noch zur völligen Vollendung ein neues, auf ihre Kosten zu Selz im Elsass errichtetes und mit der kirch- lichen Exemption ausgestattetes Kloster, ein stolzer Bau, gleich berühmt durch seine Schönheit, wie durch seinen Reichtum;?)
en Od. ı e. iy 11.
CHA. 0
°) Zumal unter Leitung des hl. Majolus(f 994) und des hl. Odilo, seines Nachfolgers, beide Aebte von Cluny, efr. Dümml. 520, 527.
*) Cfr. Od. e. A. 9, 13; Schöpflin Als. dipl.].
°) Noch am 13. April 999 erhielt das St. Salvatorkloster bei Pavia von Adelheid laut einer zu Ernstein im Elsass ehe Urkunde bedeutende Schankungen. Damb. V 597,
°) Od. e. A. 9, zumal Quedlinburg, Damb. V, Kritikh, 186.
”) Od. e. A. 10, Anal. Argentinenses 999 cap. 8 a. E., Odilo sagt: So viele Reiche sie durch Gottes Gnade mit den kaiserlichen Ottonen besessen hatte, so viele Klöster gründete sie auf eigene Kosten zur Ehre des Königs der Könige“.


