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vor Betrübnis und zugleich vor Sorge um ihren kaiserlichen Enkel in die Worte aus:„Gott, was soll ich thun, oder was soll ich sagen von unserm Herrn, meinem Enkel? Ich glaube, viele von seinen Begleitern werden in Italien umkommen, und nach ihnen, fürchte ich, stirbt der hochgesinnte Otto, und ich, Unglückselige bleibe allein zurück!
O Herr und ewiger König, lass doch nicht geschehen, dass ich so entsetzlichen Verlust noch erleben muss.*
Im Innersten erschüttert warf sie sich nieder und befahl ihren Kummer und ihr Anliegen Gott dem Allmächtigen in heissem Flehen; zugleich unterstützte sie ihr Gebet durch reichliches Almosen, das der hl. Stätte und den Armen zu teil wurde.!)
Adelheids Wort war prophetisch gewesen.?)
Viele raffte ein schneller Tod in der nächsten Umgebung des Kaisers hinweg: Otto der III. sollte selber zuletzt im gleichen Land wie Franko in der Blüte seiner Jahre dahin- welken.°)
Doch ihr wenigstens wurde der Wunsch, den sie hegte, erfüllt, sie brauchte dem geliebten Enkel nicht ins Grab zu schauen, noch ‚vor ihm sollte sie aus dieser Zeitlichkeit ab- berufen werden.
Von St. Maurice aus pilgerte sie nach Genf, um das Heiligtum des glorreichen Blutzeugen Viktor zu besuchen, von Genf aus führte sie sodann der Weg nach Lausanne, wo sie das Andenken der allerseligsten Gottesgebärerin andächtig verehrte.*)
An den beiden letzten Orten harrten ihrer bereits der König und die Bischöfe, ihre Enkel; ehrenvoll empfangen und von ihnen in der Folge geleitet, erreichte sie bald den Flecken Orbe im Waadtlande.°)
') Od. e. A. 16.
?) Ueber Adelheids prophet. Blick cfr. Od. e. A. 15 a. E
®) Otto III. starb am 23. Januar 1002, noch nicht 22 Jahre alt, in der Burg Paterno am Sorakte, im Angesichte des aufrührerischen Roms. Giesebr. 1 758— 759.
*) Odilo e. A. 17.
3,04. A 17,


