Aufsatz 
Über Oberflächengestaltung im Spessart
Entstehung
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gebirge erreicht, dann ist ein Tafelberg von der Buntsand- steinhochfläche herausgesägt. Auf diese Weise wurden die schon genannten Zeugenberge losgetrennt, und werden noch alle Stücke des Stufenrandes, welche wie Habersberg, Herz berg, Roter Rain und Lindenberg, halbinselartig in das Grundgebirge vorspringen, losgelöst werden. Ist ein Tafelberg abgetrennt, dann schreitet seine Vernichtung rasch fort, weil er jetzt von allen Seiten angegriffen wer- den kann. Die leichte Zerstörbarkeit des Buntsandsteins hilft beschleunigend mit. Der feinkörnige Buntsandstein, der hier allein in Betracht kommt, ist sehr leicht zerstörbar. Er lässt sich in feuchtem Zustande mit den Fingern zer- reiben. Nur trocken wird er fester. Durch die Verwitte rung werden die Quarzkörner gelockert und Felsen in Sand verwandelt, der dann vom Wasser abgespült wird. Welche Sandmassen die kleinen Wasserrinnen und Bäche vom Stufenrand zum Tal befördern, kann man an cinem Regen- tage an der roten Farbe des Wassers erkennen. Ist der feinkörnige Sandstein entfernt, dann schreitet die Ab- tragung des Bröckelschiefers, der nur loses Material dar- stellt, sehr rasch fort. Er wird vom Wasser direkt fort geschwemmt. Bei dem darunter liegenden Zechstein kommt zu der mechanischen Verwitterung noch die chemische hinzu. Auf diese Weise werden gegenwärtig noch Stücke des Grundgebirges blossgelegt und die Stufe zurückge- drängt. Diese Stufe wird also durch Verwitterung und Abtragung vom Steilabfall her zurückverlegt, und dieser Prozess wird durch die Beschaffenheit des Gesteines ganz besonders begünstigt. Andere Kräfte waren wohl auch in früheren Zeiten nicht tätig. Die Menge des abgetragenen Materials lässt sich dadurch begreifen, wenn wir bedenken, dass dieser Prozess schon seit der Tertiärzeit, als die Unter- mainebene sich durch Senkung bildete, andauert, und dass in der Diluvialzeit durch die vermehrten Niederschläge die Abtragung eine ganz gewaltige war. Wir haben bis jetzt gesehen, dass die Rückverlegung der unteren Buntsand- steinstufe nur vom Steilabfall her erfolgt. Erniedrigt wer- den kann dieselbe auch durch Bäche, welche die Hoch- fläche hinabfliessen, so dass dadurch die Rückverlegung beschleunigt wird.

Die mittlere Buntsandsteinstufe zieht von Südwest nach Nordost. Sie ist durch die wasserreicheren Ab- dachungsflüsse Hafenlohr und Lohr in drei grössere Abschnitte geteilt. Dass die Stufe einst eine ander- Lage hatte, beweisen losgetrennte Stücke, wie Erkels- höhe, Hirschberg und Hengstkopf. Wie solche Teile