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That und die, ſo dazu gerathen“ beſchränkt, aber in dem Schimpfen und Verwünſchen im Vergleich mit vielen der in dieſem Artikel arbeitenden franzöſiſchen Schriftſteller heutigen Tages erſcheint er noch als Kind.— Hat er ferner nicht eben ſo gut ſeinen eigenen Landsleuten die Leviten geleſen wie den Franzoſen? Und ſpricht er nicht öfter die Sprache eines Propheten?— Der Heraus⸗ geber beabſichtigt durch dieſe Veröffentlichung durchaus nicht Haß und Widerwillen gegen das Nach⸗ barvolk zu predigen, wie es auch Meiſter Ruſt bei allem Eifer nicht thut. Viele durch den Krieg ohne Schuld unglücklich gewordene Franzoſen rufen auch mit uns: in bello nulla salus, te pacem poscimus omnes oder: nos non delectat discordia(Melanchthon). Nehmen wir wie früher ſo auch ferner das Löbliche von ihnen an, aber auch nur das Löbliche, unter Feſthaltung unſerer germaniſchen Eigenart, wie ſie uns Tacitus in ſeiner Germania beſchreibt und eine geiſtreiche Frau Frankreichs in ihrer Schrift De l'Allemagne ſchildert.—
Das empfiehlt uns ſchon Schiller, wenn er ſagt:
„Ringe, Deutſcher nach römiſcher Kraft, nach griechiſcher Schönheit. „Beides gelang dir, doch nie glückte der galliſche Sprung.“
Die(ſich nicht gleich bleibende) Orthographie und Satzzeichnung der betr. Handſchriften iſt möglichſt beibehalten worden, außer wo ſie ſinnſtörend oder inconſequent waren. Einzele Zuſätze zum beſſeren Verſtändniſſe ſind mit() angedeutet.
Dr. W.
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