Aufsatz 
Gott, Welt und Mensch. Eine weitere Betrachtung zur Einleitung in die Philosophie für Studierende
Entstehung
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Möglichkeit der Bewegung hat ſie im Thiere erſchöpft, und im Menſchen endlich, in welchem ſie alle Organe der Vorſtellung und, Bewegung in das ſchönſte innere und äußere eeuaih brachte hat ſie dennoch die Elemente der Menſchheit auf die mannigfaltigſte Weiſe gemiſcht. br Aber ſo ſpielend und willkührlich ſie hierbei ſcheinbar zu Werke geht, ſo verhüllt 3 doch nur unter dieſer Mannigfäͤltigkeit die Einheit der Grundformien, die ſte an den einzelen organiſchen Producken ſowohl als beſonders: in ihrer Gattung: mit unübetwindlicher Macht feſthält. Sie hat den weiten Raum, den ſie mit unüberwindlicher Macht umſchloß⸗ weit genug berhelenen um inner⸗ hal deſlenßh mit einem Shemnt von Geſetzloſtgkeit den menſchlichen Geiſte zu. entzücken. 1 bnumn 1 hb nunt innge§. 33. 5 1 unt 1 nd un 51 114 micugh effenban ſ lene Einheit nur erſt als ſchöne Form an dem noch immer vorwaltenden Sdef der Pflanze, um nur noch des Stoffes wegen da zu ſein, um nut ihn in ſchoͤnen Verhäͤlt⸗ niſſen zuſammen zu ordnen. Die Pflanze genießt nur die wohlthätigen Beziehungen, in welche der allgemeine Organismus ſie zu Licht, Wärme Luft und Erde gebracht hat, und dieß in einem noch unentſchiedenen Gefühle, ſie fühlt den Wohlthäͤter feuß 8 und d ſich ſat nur in einer Kleichſam unerwachten Luͤſt bei der Propagatibn. hnn nn: 1 M ziT mi nguhlneg u § 34. IDIBNI BIMIANI SID MMHHAH xrprdli Im Thiere hingegen wird der Stoff ſchon mehr⸗ der allgemeinen Schwere und arzaben ent⸗ zogen und beurkundet in ſeiner Selbſtbew⸗ egung das ſchon mächtiger! votwaltende Leben, welches nun auch eines Genuſſes in ſich ch ſelbſt froh wird und zur Empfindung und Vorſtellung anſchtäge Die Firß hat den Stoff ſbe ſo viel dutchdrüngen, Lihe es(das Leben) ſich durch den Stoff hie⸗

Inde.

Geſchlechtern der Thias äußerſt wannſgfalßg fondern cuch in dem valendeften Thiere unnan béstia) kömmt es noch immer nur zu Vorſtellungen geformter Geg enſtänd 67 nicht der For m ſ erbſt Gzum Begtiff), kömmt 68 nut zum Gefühle der einzelen Luſt oder Untuft, nicht zum Genuſſe des Lebens als ſolchem..

Das Thier bleibt in ſeinem Geſches. und Wirkungs⸗ Kreiſe bei den bloßen Erſcheinungen ſtehen und genießt nur ſo viel von der Einheit, die dieſe verknupft, als eben nothwendig if, jene als beſtiimte Ganze aüfzufaſſen und zum Behufe einer Erinnerung in ſeinem Einbildungstreiſe müädetzulegen.

§. 35. 5

Erſt beim Menſchen erwacht das Leben zum vollen Selbſtbewußiſein; die Alles be⸗ herrſchende und regelnde Einheit erſcheint in dieſem als das höchſte Geſetz alles Seins und als die, unbeſchränkte Regel aller Erſcheinung. Das Leben hat ſich in der Organiſation des Menſchen die⸗ jenige Grundlage bereitet, über welcher es in ſeinem vollen und ungetrübten Lichte aufgeht z, der Character, in welchem es ſich dem Menſchen zu genießen gibt, iſt Vernunft(vods, das Vermögen das Ueberſinnliche, Göttliche zu vernehmen) und Freiheit(4eri, libertas, d. h. die Anlage zur Emancipation von der thieriſchen libido, in ihrer vollen Ausbildung Fenelon's esclavage des lois.) In beiden iſt dem Menſchen das Grundverhaͤltniß(atio, die menſchliche Vernunft iſt eben dieſe ratio totius mundi usque ad hominis conscientiam prominens), aufgeſchloſſen, auf welchem die Verfaſſung dex Natur ſowie die Einrichtung ſeines eigenen Weſens beruht. In ſeinem, des Men⸗ ſchen, Geſichts⸗ und Wirkungs⸗ Kreiſe tritt mit den einzelnen Erſcheinungen das Altgem eine als das dieſe beſtimmende Princip auf, d. h. der generaliſterende, ſubſumierende, abſtrahierende. und,