Aufsatz 
Gott, Welt und Mensch. Eine weitere Betrachtung zur Einleitung in die Philosophie für Studierende
Entstehung
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Das lat. Wort de(höchſt wahrſcheinlich mit dies, Tag, Licht) verwandt, ſo wie das See eus, welche der piel⸗ fach verſuchten Ableitungen dieſes WortesAuch. immer der wahre ſein ma(ſ. Lennêp's E ymolog. Unguae graecae u. d. W. und Creuzer's Symbolik I, S. 178), ſind winigtt bedeütungsbbll. Bezeichnenber ünnte die Natür? Söhnte der neuen Welt Gott den großen Geiſt, womit die größten Weiſen der alten Welt, die Pythagoreer, über⸗ einſtünmten, wenn ſie ſaͤgten:Gott an ſich iſt weder ſichtbar noch übethaupt ſinniich währnehmbar, ſondern wird nur durch den Verſtand und die Vernunft geſchaut. Plato nennt Gott 20 dyα⁶νσ in Rückſicht ſeiner ewigen Dauer(was nud: das hebr. Wort 1oJehansh hedoutthn die moraliſche Güte war, ihm eerſt eine Folge der Swigen Shiheäbn b24 2 91 19!. 16.5 111oE 8

Wird Gott betrachtet i in einen 3eein enhauge, mit der, Welt, ſo erſcheint er nicht nur als Schöpfer, Erhalter und Regent der Welt, überhaupt als Quelle des Lebens und der Vernunft, ſondern auch inſonderheit als moraliſcher Geſetzgeber, Richter, Vergelter der Menſchen, und es mögen, zum höchſten Grade geſteigert, auf ihn die Prädicate übertragen werden, welche ſich nur zunächſt auf die Welt und den Menſchen beziehend doch etwas Großes, Erhabenes, Kräftiges anzeigen, z. B. Gottes Buſindi Wille, Meiehei Güten Macht und rait ꝛc. Tas, afur duß Pech Wort⸗ El Bedeutht,)nn in n⸗n 1 51t nadnudre&n nun autuf r.

8s. 17. 4

Hicher dehän 33 die eberregung der r Zahl, als eine Beftimmung, des Weſens der Gontheit. Wir können uns nur einen Gott denken, ſo wie nur eine Welt. Dieſe Vorſtellungsweiſe heißt Monotheismus; ſie war die urſprüngliche. Aus der getrennten und ſymboliſchen Darſtellung uͤber ſeine ſpeziellen Verhältniſſe zur Welt und dem Meiüihen eruui waäͤre die unnhihi Athäeten Götter, der Malhtheiamuom raid un chonn H 1AE 2

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B und C. Die Welt und der Ddenſch. §. 18.

0b die Welt ſei, möchte wohl nicht gefragt werden, obſchon die Welt kein Gegenſtand der Sinnen⸗Erkenntniß, ſondern in der Idee gegeben iſt. Dieſe hat indeß beſonders bei erwei⸗ terter Naturkunde durch das, was ſinnlich erkannt werden kann, ſchon ſo viele Haltbarkeit ge⸗ wonnen, daß an die Eriſtenz ihres Inhaltes ſich nicht der kühnſte Zweifler gewagt hat. 9)

Anmerk. Das Wort, deſſen wir Deutſche uns heute zur Bezeichnung des AlIs⸗(r0 ν, universum, rerum natura) bedienen, iſt ſehr unzureichend. Welt heißt urſprünglich Menſchen⸗Alter, weil die heidniſchen Deutſchen eben ſo mehrere Zeitalter wie mehrere Wohnwelten unterſchieden. S. Schmitthenner's Kurzes deutſche Wörterbuch, 2te Aufl. 4 u. d. W. Welt, wo auch andere bezeichnendere Wörter der alten deutſchen Sprache angegeben ſind. Ueber die ver⸗ ſchiedenen Ausdrücke für Welt bei andten Völkern(Griechen, Römern, Indiern c.) ſ. die in dieſer Beziehung höchſt lehrreiche Anmerkung A. v. Humboldt's im I. B. des Kosmos, S. 76. 3Sehr baseichnend 5 der auch dort angefühme lunniſte Lusdtuc für Welt: CGoo» 2Go,. Aon. 9) bl chi mnafe

1(§. 1198 1214

Aber die in inander eingreifenden Fragen nach der Entſtehung, und dem Umfange der Welt, nach ihrem Umfange im Raume, nach der Möglichkeit ihres Ver⸗ alterns und endlichen Untergangs ac. haben ſchon mehr die Wißbegierde und den Scharf⸗ ſinn der Philoſophen beſchäftigt.

Nur wenige haben bis jetzt ihre Schrankenloſigkeit im Raume und Zeit 40 ihr ewig friſches Leben behauptet, wie z. B. die ſpätern Eleaten, Spinoza ꝛc., überhaupt die Pantheiſten.

Die meiſten, größtentheils Theiſten in der weitern Bedeutung, forſchten, die Endlichkeit der Welt nur mehr oder weniger vorausſetzend, bloß, woraus ſie entſtanden ſei, wie und wann und worin ſie nach allmählig erſchöpfter Production ſich wieder auflöſe, wie die Ionier, Pythagoreer, ſelbſt Plato in ſeinem Timäus. iiſch war es zuerſt vielleicht nur der Eleate

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