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überhaupt aller äußern Rückſichten erledigt, insbeſondere haben wir nicht die baren Belohnungen, nicht die aäußeren Aner⸗ kennungen der Welt bei Gerechtigkeit in Anſchlag gebracht, wie dieß nach eurer Bemerkung Homer und Heſiod bei ihren Lob⸗ geſängen auf dieſelbe gethan haben; ſondern wir haben bei der Gerechtigkeit an und für ſich, ohne alle äußre Rückſicht auf Belohnung, gefunden, daß ſie für den Haupttheil des Menſchen, die Seele, das Beßte ſei, daß ſie die moraliſchen Handlungen zu wollbringen habe, mag ſie nun den Gyges⸗Ring*) haben oder nicht und zu ſobheme Minde nach den tut⸗Hn 27) damis unngd. 1 un Glauco. Ganz wahr bemerkt. mumSokrates. Würde es denn alſo, mein lieber Glauco, nunmehr ohne alle Beſorgniß einer Verunglimpfung gegen die Gerechtigkeit und die übrige Geiſtestüchtigkeit geſchehen können, daß man ihr zu jenen Vortheilen, welche ſie an ſich hat, noch als Zulage die ganze Summe und Qualität jener baren Be⸗ lohnungen wieder zuſtellt, welche ſie der Seele von Seiten der Menſchen ſo wie der Götter nicht nur im Leben des Men⸗ ſchen hienieden, ſondern auch nid hat dem Ende des⸗ ſelben darbietet? 1u n Glauco. Ja allerdings kämen wir d ſonah an das. Sokrates. Werdet ihr mir alſo die Tugendpreiſe jetzt wieder zurückgeben, welche ihr während der Beantwortung über das Weſen und die abſolute Vorzüglichkeit der Tu⸗ gend euch als Vorſprung hattet geben laſſen? Hunzg hil Glauco. Was war denn das doch? au Sokrates. Ich habe euch hiebei den Vorſprung gege⸗ n rechtigkeit vörzuziehen ſei. Die erſte Hauptfrage unſeres Werkes handelt über das Weſen der Gerecheigeeit *) Vgl. Buch I1, Kap. 4. **½) Wenn ein Gott den Pluto⸗Helm muffehte, o konnte er ug ſedem ias andern Gotte unſichtbar machen. S. Jlias V. 845. Der Ausdruck ſagt aber nach Schleiermacher's richtiger Bemerkung nichts anders, als: Mag einer ſich nun mit dem Gyges⸗Ring den Men⸗
ſchen und mit dem pnutn hehn) Wott tſetz dansſich ar machen können ꝛc.


