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heit oder zum immerwährenden Sein führt, weil er ſelbſt wenn auch vorderhand nur geahnte Wahrheit iſt, nämlich von der Vorausſetzung ſowol der Gewißheit als auch der Erkennbarkeit jenes Grundverhältniſſes ſowie auch(ſo fern er an deſſen Beſtimmtheit ſich offenbart) des Urgrundes und Endzweckes ſelbſt, d. h. die philoſophiſche Forſchung ſetzt ahnend voraus, daß jene Gewißheit von jeher bei dem Menſchen unmittelbar gleich mit und bei ſeiner An⸗ legung zur Menſchheit gegeben ſei in den Stammbegriffen ſeiner Vernunft oder ſeines denkenden Vorſtellungsvermögens, als ſeines Antheiles an der jenes Grundverhältniß beſtimmenden oder auch dieſes Grundverhältniß ſelbſt ſeienden Vernunft im Allgemeinen. IIKααανακνσιιιμιοω φμννπςꝙꝓσέυννν ⁵εαμuα Uνα.
Was wird nun bewirkt in dem Maße, in welchem durch die Erforſchung jenes Grundverhältniſſes die Menſchheit ſich an einem Menſchen entwickelt? Oder: was bewirkt das wahre, lebendige, nicht bloß von außen gegebene Wiſſen? — Je geſunder jene Entwicklung, deſto klarer und kräftiger thut ſich hervor jenes Grundverhaͤltniß(ratio) vorerſt in den Gefühlen, namentlich in denen der Wahrheit, Güte und Schönheit, ſowie im lebendigen Glauben an dieſelben und an ihre Urquelle, die Gottheit.
Erſt deutlich aber, vor jeder Mißdeutung und Entartung bewahrt, alſo mit Sicherheit überall wohlthätig wirkſam (practiſch) tritt jenes Grundverhältniß hervor in dem aus Ahnen hervorgegangenen und durch allmählige Erkenntniß be⸗ wirkten Wiſſen(εειισντα), ſowie in einer der Sicherheit dieſes Wiſſens entſprechenden Weltanſicht, Geſinnung und ins⸗ beſondere in einem wahrhaften, ſittlich ſchönen und religiöſen Wandel,— wann nach endlich errungener vollſtändiger Ent⸗ wicklzung in dem dadurch erzeugten vollſtändigen Bewußtſein jener Grundgeſetze und Grundgedanken alle Nebel⸗ und Blend⸗ werke aufgeklärt und zerſtreut worden ſind, welche das unſichere Ahnen in dem ſinnlichen und mit Vernunftanlage begabten Weſen umgeben. Mit dieſer moraliſchen Umwandlung


