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ſchen Philoſophie, Mathematik und den empiriſchen Wiſſenſchaften, beſonders der Geſchichte und Natur⸗ wiſſenſchaft;
4) aus dem den menſchlichen Geiſt auszeichnenden Bedürfniſſe, welches, wie ſeine geſchichtliche Aeußerung ſowol wie ſeine pſychiſche Beſchaffenheit zeigt, denſelben, ohne ihn durch fehlgeſchlagene Verſuche aller Art muth⸗ los werden zu laſſen, raſtlos über die Sinnenwelt hinaustreibt und auf die Beantdortung jener Probleme andringt.*)
Die Philoſophie als Jeal iſt hiernach Erforſchung des Grundverhältniſſes(rationis zœzm ευονν) a) zuvörderſt der Natur der Dinge im Allge⸗ meinen, b) insbeſondere des Menſchen
ʃ) ein Mal nach der Geſammtheit ſeines Weſens,
6) und dann ganz beſonders nach ſeinem Er⸗ kenntniß⸗Vermögen, und zwar Erforſchung dieſes Grundverhältniſſes in ſeiner Beſtimmt⸗ heit durch einen Urgrund, als wodurch Alles, und durch einen Endzweck, als wozu
Allles.
Bei der Löſung dieſer Aufgabe, welche die griechiſch⸗ römiſche Welt meiſt als(ſpeculative) Phyſik und Dialektik, die neuere aber gewöhnlich als Logik und Metaphyſik oder(mit einem Namen) als theoretiſche Philoſophie bezeichnet, geht die philoſophiſche Forſchung von einer Voraus⸗ ſetzung aus, welche aber keine willkührliche Hypotheſe iſt, wie z. B. die der joniſchen Phyſiker von den Uranfängen der Weltentſtehung, ſondern nach Platon**) eher zu vergleichen iſt mit einem Einſchritt oder Anlauf, welcher zur Wahr⸗
*) Dieſes Bedürfniß behandelt die Abhandlung: Ueber die Stufen der menſchlichen Erkenntniß im Programm 1841. **) Rep. 511, B.


