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Leibes⸗Uebungen nicht fehlt. Und ſollte dann ein junger Menſch nach ſolchem Unterricht, der ſich faſt auf drei Hauptfächer reducirt, nicht fähig ſein, jede Wiſſenſchaft, die zauf Un. verſtten gelehrt wird, mit Vortheil zu ſtudiren?
Was aber jetzt ſchon denkbar und unter einem glücklichen uſammenfiuß von per⸗ ſonen und Umſtänden möglich erſcheint, ſollte das nicht bald vom Zufall ſich unabhängig machen und fixiren können? Die Elemente ſind dazu da, und die erwachte Selbſtſtän⸗ digkeit der deutſchen Nation verlangt es Wwenigſtens„ und darum wird es euch ſchwerlich ausbleiben.
Tritt dieſer Moment ein, ſo⸗ huhen. jene meiſt in Uleinen Stadten liegenden Gym⸗ naſien, welche zugleich die realiſtiſchen Bedürfniſſe ortsgemäß zu befriedigen übernommen haben, allerdings noch bis dorthin zu kämpfen und Mancherlei und noch Aergeres 13) zu ertragen, als die Spottnamen, die ſie hie und da erhalten; aber ſie haben auch den Vortheil, dieſer neuen(ritten) Geſtaltung näher zu ſtehen, und dieſe viel leichter zu bewerkſtelligen, als jene Anſtalten, wo ein entſchiedenes Schisma ſich gebildet hat, und nebſt dieſem Vortheil das Verdienſt, zur Fernaüien des atisnalen Unterrichtsweſens we⸗ ſentlich beigetragen zu haben.
Der Schritt zur neuen Geſtaltung wird aber für eine ſolce Anſtalt um ſo lech⸗ ter, und der Ruhm ihres Beitrages zur Herbeiführung der neuen Phaſe wird deſto weni⸗ ger auf Koſten der Gegenwart errungen werden und alſo deſto groͤßer ſein, je weniger ſe ſich vom einpeitlichen Principe entfernt hat.
Dies giebt uns Veranlaſſung zur Veſprechung des weiter Mißverſtändniſes es über⸗ zugeyen, welches bei dem obigen Berichte der pädag. Revue obgewaltet zu haben ſcheint, und deſſentwegen ich hier wiederholt auf die Fundamental⸗Principien zurückkommen muß, welche der neuen Einrichtung unſerer Schule zu Grunde gelegt worden ſind. Wie ich nämlich nicht nur im Vorbericht meiner im Juliheft der Gymnaſi al⸗Zeitung abgedruckten Eröffnungsrede, ſondern auch in dem Herbſtprogramme 1841 und wiederholt in dem vom Jahr 1842 zur öͤffentlichen Kenntniß gebracht habe, glichen ſich endlich die verſchiedenen
2¹) Das iſt das Schwanken und Wechſeln der Principien, welches da entſteht, wo dieſe nicht wenigſtens aallg. formulirt ſind und nicht beſtaͤndig von ſaͤmmtlichen Lehrern feſt gehalten werden.— Wie man aus dem Schluſſe dieſer Abhandlung ſieht, ſo iſt dies in Abſicht auf unſre Schule mit Klarheit und Beſtimmtheit geſchehen.— Wo dieſes aber nicht der Fall iſt, da befuͤrchtet der Schullehrer des 19. Jahrhunderts(Schulirrth. des Inſp. Wagner S. 94) mit Recht,„daß die Vorliebe(fuͤr dieſe oder jene Seite) ſogar in einem Jahr mehrmals abwechſeln wuͤrde.“ Eine ſolche Schule wird naͤmlich eine andre nicht nur mit jedem neuen Director, ſondern auch mit jedem neuen pder vem Grundplan diſſentirenden Lehrer. 1
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