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gehörigen Unterrichte in der Mathematik auf anſchaulich wiſſenſchaftliche Weiſe in die Naturkunde einführte; daß ſie endlich durch einen philologiſch gebildeten Mann nebſt ei⸗ nem anſchaulichen Unterrichte in der Geographie die Geſchichte auf eine Art lehren ließ, daß die jungen Leute gelegentlich der antiken Geſchichte auf litterarhiſtoriſche Weiſe zu⸗ gleich mit dem antiken Geiſt und mit den Hauptſchriftwerken desſelben vertraut gemacht würden; ¹¹) daß für jene(wenigen) Begabteren, welche einen angebornen Trieb zeigen, dieſen griechiſchen Geiſt in den Originalen jener Schriftwerke kennen zu lernen, die gehörige Gelegenheit nicht mangelte; ¹²) daß endlich ein methodiſcher Unterricht im techniſchen und Freihand⸗Zeichnen ſo wie eine unter der Erziehung ſtehende Unterweiſung in den gewöhnlichen
²¹) Auf die Art etwa, wie Hr. Director Dr. Gotthold vorgeſchlagen hat. S. paͤdag. Revue Maͤrzheft S. 250 und Aprilheft S. 368 ff.— Uebrigens vermag ich mich mit ſeinem uͤbrigen Vorſchlage, die Real⸗ oder hoͤhere Bürgerſchule ganz auf den Graͤcismus zu gruͤnden, nach meiner Erfahrung nicht zu befreunden, ſo ſehr ich ſonſt ein Freund der Hellenen bin. ³²) Wie? hoͤr ich rufen; es ſoll hiernach das Griechiſche kein Hauptgegenſtand der Gymnaſien mehr ſein? Ja, fuͤr die Wuͤrdigen, wie dies eben der Fall iſt, wo das Griechiſche facultativ gelehrt wird, was von jeher in unſrer Anſtalt geſchah und geſchehen mußte. Denjenigen, welche mich dieſer Antwort wegen verketzern moͤchten, kann ich eine ihnen reſpectable Auctoritaͤt entgegen halten, an F. A. Wolf. Dieſer drang bekanntlich ſchon darauf, daß man nur die beſſeren Schuͤler, gleichſam zur Belohnung, zum unterricht im Griechiſchen zulaſſen ſollte. Ueber 30 Jahre ſuchen wir in den Gymnaſien mit aller Gewalt durch Lehren des Griechiſchen den griechiſchen Geiſt einzu⸗ pflanzen, und wo ſind die entſprechenden IFruͤchte dieſer mitunter außerordentlichen Bemuͤhungen? Kann man ſich aber uͤber dieſen verhaͤltnißmaͤßig geringen Erfolg noch wundern, wenn man ernſtlich den Contraſt genauer betrachtet, der zwiſchen dem aͤchten Geiſt der Griechen,(praeter laudem nul- lius rei avari) und zwiſchen unſerem modernen privaten und oͤffentlichen Leben liegt, von welchem letzteren Lehrende wie Studirende natuͤrlich meiſt mehr oder minder abſorbirt ſind!— Non ex quo- vis ligno fit Mercurius! Dem Zwang zum Griechiſchen liegt eine ideale Abſicht zu Grunde; aber haben Ideale, zu all⸗ gemein verbindlichen Geſetzen erhoben, nicht meiſt das Gegentheil ihres Zweckes zur Folge? Dagegen waͤre wol deſto mehr auf allgemeine Tuͤchtigkeit in der Kenntniß der auch von den tuͤchtigen Realſchulen neuerdings wieder reſpectirten lateiniſchen Sprache und Litteratur zu ſehen, die offenbar ſeit dem Forciren des Griechiſchen zuruͤckgegangen iſt, ohne daß der dadurch entſtandene Mangel durch etwas Anderes ganz erſetzt worden waͤre. Jenes Foreiren hatte aber nicht nur dieſen Schaden; es hatte auch noch den, daß unſere Gymnaſien dem eigentlichen Nationalleben immer mehr entfremdet, ja endlich durch den blinden Eifer vieler Lehrer, die jede Klaſſe des Gymnaſiums als ein philologiſches Seminar anſahen, ganz entruͤckt wurde, ſo daß der ſo tumultuariſche Ruf nach Realſchulen die Folge ſein mußte.— Die lat. Sprache ſteht unſerem Leben naͤher als dus Griechiſche; ſie iſt die Mutterſprache aller romaniſch⸗modernen; ihre Litteratur iſt das Echo der griechiſchen und wo die lat. Auctoren(fuͤr das kindliche Alter) nicht ausreichen, da helfen deutſche und gute latei⸗ niſche Ueberſetzungen fuͤr die Mehrzahl aus.— Doch es iſt dies ein Gegenſtand, von dem man mit Petrarka ſagen kann: Praestat tacere quam parum loqui.—


