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Die schon früher besprochenen harmlosen gymn astis che n Uebungen wurden im Beiseyn des Directors und meist auch des Professors Wiedasch während der schönen Jahres- zeit, auf ganz gleiche Weise wie vorm Jahre, ohne irgend eine Fährlichkeit oder Abschwei- fung vom Rechten mit 40 Gymnasiasten(nämlich 6 Primanern, 8 Secundanern, 11 Tertianern, 8 Quartanern, 7 Quintanern) und 6 kleinern Knaben, meist Lehrersöhnen, fortgesetzt. Mit wenigen Ausnahmen fanden sich die vorjährigen Schüler wieder auf dem Platze ein; nur ei- nige blieben weg, entweder, was Entschuldigung findet, aus Kränklichkeit, oder weil ihre leibliche und meist auch geistige Trägheit vor der kräftigen Anstrengung Scheu hatte. Dage- gen traten mehrere neue hinzu, so dass die Zahl die vom letzten Jahre überstieg. Zu bekla- gen ist, dass die im offenen Platze freistehenden Geräthschaften mehrmals von nichtswürdiger Hand, wie es scheint aus purer Bosheit, beschädigt worden sind.
Ein herber Verlust steht dem Gymnasium bevor, indem unser Professor Wiedasch dem ehrenvollen Rufe der Königl. Hannöverschen Regierung als Director des Pädagogium zu IIfeld am Harz in diesen Tagen folgen wird. Sechzehn volle Jahre lang hat er durch gründliches und geschmackvolles Wissen vornehmlich in den alten Sprachen, durch eine an- regende und geistig befruchtende Lehrweise, durch milden Ernst in der Behandlung seiner Schüler für das Wohl und Gedeihen unsrer Anstalt erfolgreich gewirkt und sich in den Her- zen Aller, die seiner Lehre oder seines Umgangs genossen, ein bleibendes Andenken gestiftet. Uasre freundlichsten Wünsche begleiten ihn in den erweiterten Kreis seiner Thätigkeit.
IV. Statistische Ubersiecht. A..
Es verliessen die hiesige Anstalt a)im Herbstv. J. ausser den zwei schon im letz- ten Programm genannten Abiturienten, Julius v. Braun aus Perscheln und Gustav Bach aus Jesberg, noch 10 Schüler, nämlich die Secundaner Wilhelm Neuhof aus Altenkirchen, Louis Schellenberg aus Garbenheim, Karl Assmann und Heinrich Nather von hier; die Tertianer Karl Jung aus Müssen, Friedrich Emminghaus aus Usingen(ohne Ab- gangszeugniss und Abschied), Friedrich Hartwig von hier; die Quartaner Wilhelm Steu- bing aus Eppenrode und Friedrich Wetz aus Burgsolms; der Quintaner Johannes Rübsa- men von hier: die ersten 9, um sich verschiedenen Berufsarten zu widmen, der letzte, um ein Privatinstitut zu besuchen.— b) Nach dem neuen Jahre: der Primaner Louis Ser- res aus Wilnsdorf, der wegen Augenkrankheit austrat und zunächst sein Militärjahr abthut- — O) Im Frühling d. J. wurden folgende 6 Primaner examinirt und als reif zum Besuch einer Universität anerkannt:
1¹) Karl Schapper aus Niederkleen, 28 J. alt, 4 J. im Gymnasium, 2 J. in Prima;
studirt Theologie in Giessen;
2) Theodor Reck aus Neuwied, 18 J. alt, 3 J. im Gymnasium, 2 J. in Prima; studirt
Theologie und Philologie in Bonn; 3) Ludwig Müller aus Laasphe, 28 J. alt, 1¼ J. in unserm Gymnasium und zwar in Prima; wird nach einem pharmaceutischen Cursus Medicin studixen;
4) Hermann Griesbach von hier, 16 J. alt, 9 ½ J. im Gymnasium, 2 J. in Prima; prak-
ticirt zunächst im Postfache und gedenkt später Cameralia in Berlin zu studiren;
5) Karl Pasch aus Dierdorf, a9 J. alt, 2 J. in der hiesigen Anstalt und zwar in Prima;
studirt Jurisprudenz in Bonn; 6) Friedrich Gerlach von hier, 20 ¾ J. alt, 12 J. im Gymnasium; 3 J. in Prima; studirt JPurisprudenz in Marburg. Dex erste der genannten Abiturienten erhielt N'. I. die andern fünf No. II.— Ferner gingen


