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macht und ihr anheim gegeben, auf dasselbe zu subscribiren.(Die Subscription war schon erfolgt.— 87 Vom 25. Juli. Mittheilung einer die Militair- Zurückstellungszeugnisse- der Aspixanten der Theologie, welche sich noch auf dem Gymnasium befinden, be- treffenden Verordnung des Inhalts:„Die Königl. Ministerien des Innern und der Polizei,, und des Krieges, haben unterm 2. v. M. verfügt, dass diejenigen jungen Leute gedachter? Art, welche seither als angebliche Aspiranten des geistlichen Standes Militair-Zurückstel-. lungszeugnisse erhalten haben und in Gemässheit derselben beim Ersatzaushebungsgeschäfte zurückgestellt worden sind, sich aber nach zurückgelegten 20. Lebensjahre noch auf den Gymnasien befinden, noch nachträglich zum einjährigen freiwilligen Militairdienste zugelas- sen werden, insofern sie das 23. Lebensjahr noch nicht erreicht haben.“ Vergl. das Cobl. Amtsblatt von d. J. No. 47.
8. Vom 3. August. Dem Oberlehrer Graff wird das durch den Abgang des Professors Wiedasch erledigte Amt eines Custos der Gymnasialbibliothek übertragen.
9. Empfohlen wurden folgende Schriften: ¹) unterm 4. October v. J. das vom Rector Normbaum zu Petershagen herausgegebene Lehrbuch der Brandenburgisch-Preussischen Geschichte„als ein zur Erweckung einer ächt-vaterländischen Gesinnung sehr zweckmässiges Werk.“ 2) unterm 13. November: Albrecht v. Roon's Grundzüge der Erd-, Völker und Staatenkunde, in 2 Abth.(Preis 2 Rthlr. 20 Sgr.) 3) unterm 15. Januar d. J. des Musikdi- rectors Lecerfin Charlottenburg Auswahl von Gesängen und Gesangübungen„als geeignet zur Beförderung der Gesangübungen in Gymnasien.“ Bereits sind davon 4 Hefte erschienen. 4) unterm 30. Januar: des Musikdirectors Schneider zu Merseburg„Choralkenntniss“ (Neiss. u. Leipz. 1833) eine Schrift,„welche von Sachkennern zur Benutzung bei Erthei- lung des Gesangunterrichts für sehr geeignet anerkannt ist.“ 5) unterm 5. Juni: des Profęs- sors Peter Schmid Werk: das Naturzeichnen für den Schul- und Selbstunterricht. 4 Bde. ferner desselben Formenlehre mit Anwendung auf Naturgegenstände für den Schulunterricht. a. Bd.
Noch theilt uns der Oberlehrer Lambert mit, dass er für das eingesandte Telegraphen- Modell vom Königl. Kriegsministerium unterm 27. Mai 1833 eine Gratification von 100 Thlr. empfangen habe.
III.
Chronik des Gymnasium.
Nachdem am 13. November v. J. die neuen Schüler geprüft worden waren, fand am 15. die Eröffnung des Schuljahres nach gewohnter Weise mit einem Morgengebete und mit Vor- lesung der Schulgesetze Statt. Ausser den Osterferien trat keine längere Unterbrechung ein, da zu Weihnachten und Pfingsten nur während der Festrage die Schule geschlossen wird.
Am 26. März traf Herr Director Dr. Eilers aus Kreuznach, an der Stelle des nach Berlin berufenen Herrn Regierungs- und Schulrath Lange, von Coblenz hier ein, wohnte wälxend des darauf folgenden Vormittags mehrern Lehrstunden bei und leitete am 28. März als Königl. Commissarius die Abiturientenprüfung. Darauf wurden am 3. April im Schulsaale den sechs Abiturienten die ihnen gebührenden Zeugnisse, den übrigen Schülern die halbjähr- lich en Censuren übergeben und der Wintercursus geschlossen.
Am Geburxtsfesre Sr. Majestät unsers Königs hatre, wie immer, ein öffent- licher Redeactus im Schulsaale Statt. Ein vierstimmiger Gesang eröffnete die Feierlichkeit; woxauf zuerst der Primaner Theodor v. Rieff aus Wetzlar das Thema behandelte; Wozu studiren wir die vaterländische Geschichte? Dann der Director nach Erörterung der Frage: „ Was die vielfach getrennten Teutschen zu Einer Nation einige“ dem auch von der übrigen Einwohnerschaft festlich begangenen Tage angemessene Wünsche aussprach. Das Lied„Heil unserm König, Heil!“ schloss das Ganze. 8


