Aufsatz 
Betrachtungen über die neueren Gewerbeschulen im Allgemeinen, sowie Erläuterungen über den durch die Verordnungen vom 21. März 1870 vorgeschriebenen Lehrplan und dessen Ausführung seitens der hiesigen Anstalt insbesondere / [Wiecke]
Entstehung
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mit einer Unbekannten sind soweit absolvirt, als man diess von dem hierbei einzu- nehmenden elementaren Standpunkte sagen kann. Dies war fast ganz genau die Auf- gabe der früheren IV. Klasse. Der algebraische Unterricht in der jetzigen II. Klasse, zu dem wir auch die trigonometrischen Uebungen rechnen, umfasst in ungefähr derselben Zeit das nämliche Pensum, das früherAnalysis genannt wurde. Neu auf dieser Stufe ist die beschreibende Geometrie, die mit den Grundlinien der neueren Geometrie während des Winterhalbjahres den Gegenstand eines wöchentlich sechsstündigen Vor- trages bildet. Es war schon der Wunsch des früheren Lehrers diesen Unterrichtszweig um eine Stufe zurückgeschoben zu sehen und es entspricht den Interessen des Zeichen- unterrichts, wie denen des Gegenstandes selbst, diesem Wunsche nun zu willfaren. Jetzt, nachdem die Spekulationen der neueren Geometrie den Horizont des Schülers wesentlich erweitert und den Standpunkt für wissenschaftliche reine Geometrie eigentlich erst geschaffen haben, beginnt der Repetitions- und Uebungskursus für Elementar- Mathematik(Planimetrie, Stereometrie, beschreibende Geometrie, niedere Analysis etc.) der vom Beginn des 2. Semesters an durch die Kurse aller folgenden Klasse stetig fort- geht einstweilen in der Fachklasse mit dem Kursus für angewandte Mechanik vereinigt. Der geometrische Unterricht setzt sich, zwei Stunden an das Repetitorium ab- gebend, als vierstündiger Kursus der analytischen Geometrie im 2. und 3. Semester (also in der I. Klasse) fort, und schliesst, die Elemente der Determinanten-Theorie an passender Stelle einschaltend, mit diesem Semester den elementar-mathematischen Theil ab, der an Unterrichtszeit und an Unterrichtsmaterien jetzt reicher ausgestattet ist, als zu einer der früheren Perioden der Anstalt. Das Pensum unseres Kursus der neueren Geometrie bilden die Grundlinien des Steiner'schen Werkes: systematische Entwickelung der Abhängigkeit geometrischer Gestalten, incl. der Erörterungen über windschiefe Flächen, und ergänzt durch eine Theorie der einfachen Involution. Der Standpunkt für den Kursus der analytischen Geometrie wird derjenige sein, für welchen das bekannte Lehrbuch von Prof. Joachimsthal verfasst ist. An die Stelle des geometrischen Unterrichts tritt im 4. Semester ein Vortrag in der reinen Mechanik. Nach dem Vorgange des früheren Lehrganges der hiesigen Anstalt wird man im 3. und 4. Semester(also I. Klasse) einen Kursus der Differential- und Integral-Rechnung er- warten. Bei der Leichtigkeit, mit der sich der höhere Kalkul bei Lösung mechanischer und physikalischer Aufgaben handhabt, und in Anbetracht des Umstandes, dass selbst

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