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mynner broider ordens les meister vorzjden gewest zu meintze. B schiebt nach koniges ein: der war von geburt ein Grave von habszburg— lesenmeister— im barfuser closter zu(trotz des davorstehenden minor. ordens- bruder). A: der itzunt genant here rudolffs romscher konig— von dieser wernt schiet doigentliches wandels. B: obgenant konig Rudolff, romischer keyser— dieser welt todts verschiedt— tugendlichs handels. A: samehefftig und eynmudenclichen, B: sambtlich und eintregtiglich. A: zwsschen dem zilenuym⸗ B: Geilicheim. u. s. w. K: in der bruder terminey zu worms, B: Terminey Worms.
Der wichtigste Grund, welcher uns ntigt, die Rec. B für schlechter als A, geradezu für inter- poliert zu halten, ist ein Einschiebsel am Ende. Nach dem Bericht von dem Tod und dem Begräbnis König Adolfs ist in sämtlichen Handschr. der Recension B die sagenhafte Nachricht von der Vergiftung des Kaisers Heinrich VII durch einen Predigermönch, genannt„Bernhardus de Monde Policiano“ oder„Monte Policano“ ¹) eingeschoben jedenfalls von einem Schreiber, der im Eifer, seine Kenntnis zu zeigen, vergass, dass die Erzählung nicht das Schicksal der deutschen Könige schildern, sondern nur ein Bericht über die Stiftung und die Stifter Clarenthals sein sollte. Auch sonst lässt sich, abgesehen von der Sprache, die Rec. B als eine spätere Bearbeitung des Originals erkennen: Den König Rudolf macht er zum Kaiser; Albrecht gilt ihm ebensogut als König wie Adolf. In Rec. A dagegen wird Albrecht nur einmal und zwar bei Erwähnung seiner Beisetzung als König, sonst immer als Herzog bezeichnet und zwar mit Absicht. Man vergleiche nur den Ausdruck der Rec. A:„alszo lange hertzog albricht jn dem rich regneret“ mit demjenigen in Rec. B:„als Hertzog Albrecht konig bleib und im reich regiert“: man wird zugeben müssen, dass allein in Rec. A der Parteistandpunkt des Verfassers hervortritt, dass somit diese die ältere, reine und beste Tradition der Erzählung ist. Infolge seiner Stellung zu der Familie des unglücklichen Königs Adolfs und als Minorit ²) stand Werner treu zu dem, der einst„von syns adels vnd festen starcken gemuts wegen vnd auch von mildicheyt doigentliches wandels, jn dem er alle andern vber- traffe“ zum König gewählt worden war, und gegen den man nachher„mit freuel an alle claige oder ansprache die man in semelichen sachen zu rechten zjden vnd an genanten steden doyn solte“ den Herzog Albrecht erhoben hatte. Darum beklagt er auch nicht dessen Tod, sondern sieht darin ein Gottesgericht, dass Albrecht von„syns broider sone jn sym, eygen lande vnder syner eygen festen, hapspurg genandt“ erschlagen ward,„also das ym der lone wart den er an eym anderen hatt verdyndt“. Und dasselbe Urteil fällten andere Chronisten, wie der Verfasser der Annales Moguntini, ferner der oberdeutsche Fortsetzer des Eike von Repkow und der Ordensbruder Werners, Jonann von Winterthur; es war das Urteil des Volkes, welches in dem Schicksal aller, die die Treue gegen den Gesalbten des Herrn gebrochen hatten, die Hand Gottes erkannte und dessen Gefühl wohl niemand besser aussprach, als jener unbekannte rheinische Dichter in seiner Klage:
0 wi der jemerlicher noit De werde koninc de lach doit——
Ich muis den rinen koninc clagen u. s. w. (s. Schlieph. IV, S. 33 f.)
Werners Erzählung wurde ohne Zweifel mehrfach als Quelle benutzt. Wörtliche Uebereinstimmung zeigt die Koelhoff'sche Chronik v. 1499 in dem Bericht über die Beisetzung der Könige Adolf und Albrecht ³). Joh. Andreae weist in seinem Genealogieenbuch 1637. I darauf hin, dass mit Werner meist„concordirt Funccius, Sebast. Francus, Chron. Otterburgense“.
Notae Clarenthalenses
befinden sich in einer Hd. zu Würzburg LIV. o. f. 119 ff., sind aber nicht nass. Ursprungs und beziehen sich meist auf die Zeit von 1551— 1632. Der Herausgeber der font. Nass., Roth, behauptet indes, im Besitz einer vollständigen Clarenthaler Chronik zu sein. Ueber die Wzbgr. Hdschr. s. Mone, Ztschr. f. Gesch. d. Oberrheins XV, S. 74. Die darin stehende Nachricht vom Bau und der Einweihung des Klosters Clarenthal zu 1304 findet sich auch bei Wadding Ann. minor. VI, S. 56. No. 41. Sie beruht auf einer
¹) Es ist der monte Pulciano im Gebiet von Siena Pemeint. s. Ann. Trever. II, 230 f. Neues Archiv V, S. 179. Forschungen XVIII, S. 570 u. a. Schriften.— ²) Der Vater der Königin Imagina, Graf Gerlach von Limburg hatte 1223 die ersten Franziskaner aus Jerusalem nach Deutschland gebracht. s. Schlieph. II, S. 149 ff. —*) s. Chron. d. deutschen Städte. XIV. Bd. Cöln. 3. S. 653.


