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Herrn, der seine Allmacht in den Geringsten offenbart, der die selige Elis. von Jugend auf bis zu ihrem Ende rein bewahrt, der sie gewürdigt hat seiner Offenbarungen; besonders dankt er Gott für das Wunder, dass er durch den Mund der Jungfrau trotz ihrer ursprünglichen geringen Kenntnis der geistlichen Schriften auch dunkle und schwierige Stellen der hl. Schrift erklärt habe. Er freut sich über die Seligkeit der Jungfrau und beklagt dabei, dass er ihr Antlitz nicht mehr schauen könne. Hier finden sich auch zwei Reime. Schluss: Dominum nostrum cuius potestas et imperium permanet in omnia secula sec. Amen. Dann folgt noch zu Gottes Ehr: Benedictus es domine deus— honor, virtus et fortitudo deo nostro in scla sclorum. Amen.
Der Lobgesang ist über 11 Spalten lang und ist wohl identisch mit dem von Trith. genannten opusc. Der Stil hat solche Aehnlichkeit mit dem in der vita Eckberti, dass der obige Schluss(S. 5) auf den Verfasser derselben wohl berechtigt scheint. 2) Item Emecho de sancta Elisabeth, ein zweiter Lobgesang in Prosa..
Anfang: Sydus eximium nobis in Schonaugiensi cenobio illuxit et crevit in lucem magnam, radios suos per lata terrarum spatia spargens, ita ut omnes, quorum deus corda tetigerat, salubriter illuminaret. Scintilla modica in medio nostri(nri korr. aus uri) emicuit u. 8. w. Diesen letzteren Vergleich gebraucht Elisabeth von sich im Eingang ihrer Briefe; das Bild arbuscula tenuis circa rivos nostre mortalitatis plantata u. s. w. kehrt im Hymnus v. 11 wieder. Schluss: que particeps fuisti laborum nostrorum, qui vivit et regnat per infinita scla sclorum. Amen. 3
3 ½ Spalten. 3) Oratio de eadem ad sanctam Trinitatem; ein kleines Gebet zu Gott, dass sie glückselig sein möge, 17 Zeil. Domine deus noster qui— seculorum. Amen. 4) Der Hymnus Salve felix u. s. w. mit dem Titel: Salutatio devota subscripta ad felicem Elisabeth in Schonaugia corpore quiescentem. Nebes Abdruck und Uebersetzung(a. a. O. S. 236 f.) ist ganz fehlerhaft; er weicht sowohl von der Köln. Ausgabe als von dem Wiesb. Cod. ab:
v. 9. Nebe: salve fons, plenus rivulis scientiae divinae, er giebt an, die Köln. Ausg. habe virulus, aber sie hat ganz recht wie der cod. Wiesb. rivulus.— v. 11. Nebe: salve vernans arbuscula silva Schon., cod. W. recht: silye und ebenso die Köln. Ausg.— v. 15. Nebe: absque ruga. Köln. A. die Abbr., absq;, cod. W. abs.— v. 17. Nebe: Salve, quae clausam pyxide Sacramenti vidisti Clam verae carnis speciem corporis Jesu Christi. cod. W.: Salve, que clausa u. s. w., ebenso Köln. A. Die Stelle bezieht sich auf vis. I, 29, in der ausdrücklich die pyxis, in welcher das Allerheiligste zu einer Kranken gebracht wird, als clausa bezeichnet ist.— v. 24. cod. W. und Köln. A. ne profectu decrescat; wenn Nebe Profeabs korr., versteht er die Stelle nicht.— v. 26. Köln. A. nobis optime munitiones. Boll. nobis obtine. Nebes Korrektur obtine nobis m. enthält der cod. W.— v. 28. Nebe: Prozpern quaeque tempora ganz unlatein., Köln. A. wie cod. W. recht: quoque.— v. 34. Nebe: sit gloria. cod.
. gloria sit wie Köln. A.— Nach dem Hymnus folgt ein kleines Bittgebet: O sponsa Christi nobiſis et mater venerabilis intercede Pro nobis u. s. w. subveni nobis Elis. virgo, scintilla u. s. w.— refugium in omnibus necessi- tatibus ac tribulationibus. Amen. Am Schluss eine kleine Stelle nicht aus den Revelationen, wie der Schreiber angiebt, sondern aus der vorletzten Vision derselben, welche in dem Brief de ob. c. 7. enthalten ist: scio autem et sepius— dignatus est. Ganz ohne Grund spricht Nebe jenes Gebet dem Emecho ab.
Für die Geschichte enthalten sämmtliche Stücke nichts, sie legen nur für die hohe Verehrung, welche Elis. nach ihrem Tod genoss, beredtes Zeugnis ab. Auch auf die innere Seite des zweiten Deckels der Perga- menthd. hat eine Hand des 15. Jahrh. 5 halb lat., halb deutsche Verse zu ihrem Lob geschrieben.—
Ueber die Person Emechos wissen wir nichts. Weder in der erwähnten Urkunde von 1167 noch in der von 1170 kommt er vor. Trith. giebt nur an: claruit sub Eckeberto abbate, setzt freilich sonder- barer Weise dazu ae dni 1200 vel circa. Er mag seine Lobgesänge schon zu Eckberts Zeiten verfasst haben, da er sich nicht Abt nennt. Chevalier, répert. des sources hist. Paris 1878 setzt seinen Tod, wohl nach Bucellins Vorgang, auf 1207 an. Doch starb er spätestens 1197, denn in einer Urkunde ¹) vom 20. Jan. 1197 ist bereits ein Abt Simon von Schönau erwähnt, den Bucellin überhaupt nicht kennt. Ver- mutlich ist dieser Simon der Neffe Eckberts, von welchem in dem erwähnten Münchener cod. Nr. 324. 13. Jahrh. ein Brief an Elis. vorhanden ist. Er findet sich nochmals als Zeuge in einer Urkunde von 1198 ²). Vielleicht ist der im Arnstein. Nekrol. unter dem 24. Juni erwähnte Abt Simon derselbe. 1213 kommt schon ein Baldemar als ehemaliger Abt(quondam abbas) vor ³).
Gebeno von Eberbach. c. 1220.
Gebeno von Eberbach ist der Verfasser des speculum futurorum temporum, seu pentachronon S. Hildegardis, welches in neun Handschr., darunter in der cit. Münchener erhalten ist. S. darüber
¹) Kremer, or. II. 213. Görz. 2, 216. Beyer Mr. Urkundenb. 2, 206.— ²) Kremer. II, 214.— ³) Beyer. III, 22. Görz II. 334.—


