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und geräth man mehr oder weniger in Willkürlichkeit. Alle Handschriften des Josephus,
von denen eine beträchtliche Zahl auf uns
gekommen ist, haben den Bericht über Jesus
und die Christen. Wäre er auch nur theilweise unterschoben, so müsste man das Un- denkbare annehmen, dass sich alle Exemplare in Händen der Christen fanden, kein ein-
ziges bei Juden und Heiden:).
Wir verlassen die Stelle und gehen über zu dem Zeugniss des Josephus
3. über Jacobus den Jüngeren, den Apostel und Verwandten Jesu.
Es befindet sich gleichfalls in den„Alterthümern“²) und lautet)
Ananus versammelte den hohen Rath der Richter, liess ihm den Bruder Jesu des sogenannten Christus(er hiess Jako- bus) nebst einigen anderen vorführen, erhob gegen sie die Anklage wegen Gesetzes- übertretung und liess sie zur Steinigung verurtheilen. Aber auch die, welche als die billigst denkenden unter den Einwohnern der Stadt und als die gesetzeifrigsten gal- ten, wurden darüber unwillig u. s. w.
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Wir haben hier unzweifelhaft den christlischen Apostel Jakobus, den Jüngeren vor uns. Er wird Bruder Jesu genannt nach jüdischer Anschauung, wonach nicht bloss die Söhne desselben Vaters oder derselben Mutter, sondern überhaupt nähere männliche Verwandte Brüder geheissen werden. Die Mutter des Jakobus, welche Maria hiess, war
eine halbbürtige Schwester der Mutter Jesu.
(Joh. 19. 25). Durch den Beisat⸗ dAdερο
(Gal. 1. 6.) Inοο το˙ο Xeοεεμeνο Xpioòo war der bekannte und berühmte Apostel genügend bezeichnet und weist dieser Zusatz auch darauf hin, wie sehr Jesus selbst bekannt war. Die Stelle ist aus äussern Gründen nicht anzugreifen. Eusebiuss) berichtet, dass sie schon von Hegesippus und Clemens von Alexandrien benutzt wird.
Indem der jüdische Geschichtschreiber
die Steinigung so schwer missbilligt und
weiterhin schildert, wie die hierüber beschwerdeführenden Juden die Absetzung des Ananus durchsetzten, stellt er den Jüngern Christi und damit Jesu selbst ein ehrendes
Zeugniss aus.
¹) Hettinger a. a. O. 2) archaeol. XX. 9. 1. ³) H. E. II. 25.
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