Aufsatz 
Richard III. in Shakespeares plays compared with Richard III. in history
Entstehung
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Moritz Ewald, geboren am 11. Juni 1838 zu Cassel, besuchte von Ostern 1849 57 das Lyccum Frido- ricianum zu Cassel, studirte bis 1860 zu Marburg und Leipzig Theologie, bestand sodann die theologischen Prü- fungen und fungirte domnächst an mehreren Gemeinden als Vicar. Nachdem er auch das Examen pro ministerio abgelegt hatte und ordinirt worden war, wurde er als Lehrer an der hiesigen Anstalt beauftragt und arbeitete an derselben vom 28. Juli 1870 bis Ostern 1872, wo er nochmals die Universität Strassburg bezog, um philo- logische Studien zu machen. Dort bestand er am 28. Juli 1873 das Examen pro fac. doc. und trat Michaelis desselben Jahres als wissenschaftlicher Hülfslehrer in das Collegium der hiesigen Realschule ein.

Dr. August Anschütz, geboren am 28. Juli 1847 zu Saalfeld im Herzogthum Meiningen, bosuchte die Realschule seiner Vaterstadt und das Gymnasium zu Hildburghausen und studirte von Ostern 1867 1870 auf der Universität Leipzig; seit Ostern 1870 bei der Universität Berlin immatriculirt, wurde er zu den Fahnen eingo- zogen beim Beginn des französischen Krieges, den er in seinem ganzen Verlaufe mitmachte. Er wurde bei Bicêtre verwundet und kehrto am 1. September 1871, mittlerweile zum Offizier ernannt, zur Fortsetzung seiner Studien nach Berlin zurück. In Halle, wo er von Ostern 1872 an studirte, wurde er zum Dr. phil. promovirt, legte am 17. Januar 1874 das Examen pro fac. doc. ab und wurde Ostern 1874 wissenschaftlicher Hülfslehrer an der hiesigen Realschule.

Michaelis verliess Herr Feitel die hiesige Anstalt, um als ordentlicher Lehrer an die höhere Bürgerschule in Cassel überzugehen. Er wirkte drei Jahre lang an unserer Schule mit hingebender Treue und segensreichem Erfolge; Lehrer und Schuler sahen ihn mit aufrichtigem Bedauern scheiden und bewahren ihm ein treues Angedenken. Die durch seinen Weggang erledigte Stelle wurde durch Ascension besetzt.

Mit der Verwaltung der letzten ordentlichen Lehrerstelle wurde der Candidat des höheren Schulamts, Herr Orth, als wissenschaftlicher Hülfslehrer beauftragt.

Mit Schluss des Schuljahres scheidet auch der Lehrer der zweiten Vorklasse, Herr Claus, aus dem Collegium aus, um als Lehrer an der Bürgerschule zu Bockenheim einzutreten. Auch für seine Thätigkeit ist ihm die Schule zu bleibendem Danke verpflichtet.

Der Gesundheitszustand der Lehrer war im ganzen ungünstig; es mussten fast alle Lehrer wegen Krankheit, zum Theil auf mehrere Wochen, den Unterricht aussetzen. Herr Dr. An- schütz und Herr Claus mussten am Anfang des Schuljahres, der erstere 6 Wochen, der zweite 14 Tage lang vertreten werden, weil sie zur Dienstleistung in das stehende Heer einberufen waren.

Schliesslich sei noch mit gebührendem Dank bemerkt, dass seit Michaelis der für Anstalten, wie die unsrige, geltende Normaletat durchgefuhrt ist. Die Mittel sind theils durch Erhöhung der Zuschüsse seitens des Staates und der Stadt, theils durch Erhöhung des Schulgeldes aufgebracht worden.

III. Die Schüler.

Der Gesundheitszustand der Schüler war ein verhältnissmässig günstiger. Doch hatten wir auch in diesem Jahre wieder den Tod eines wackern Schulers zu beklagen. Der Secundaner Wilhelm Rüge aus Wannfried, die Freude und Hoffnung seiner Eltern, starb am 2. Juli in einem Alter von 17 ½ Jahren an der Schwindsucht im elterlichen Hause. Da sein Tod in die Ferien fiel, so war es uns versagt, ihm die letzte Ehre zu erweisen; bei der Wiedereröffnung des Unterrichts gab der Direktor der herzlichen Theilnahme der Lehrer und Schüͤler an diesem Trauerfalle Ausdruck.

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