Aufsatz 
Friedrich Zimmermann. Eine Skizze seines Lebens und Wirkens
Entstehung
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Sängerhain, Heft I, Abteil. I. 15 zweistimmige Lieder. Die Tertien, Secunden und Primen sangen in Spezialstunden für die einzelnen Stimmen des Chors: aus Reichardts Sammlung Nr. 5, 27, 30, 40, 75, 80; aus Braga- und Iduna-Sammlung Nr. 12, 14, 16, 21, 22, 24, 25; Chöre von Hauptmann, Silcher, Mozart, Mendelssohn, C. M. von Weber, Otto, Beethoven, Marxsen, Kücken, Lindblad, Speyer. Nächstdem wurden einstimmige Lieder und Gesänge von Schubert, Schumann, Haydn, Mendelssohn etc. gesungen. Für die Schlussfeier am 2. April 1884: Chorgesang von Hauptmann: Du Herr, der alles wohlgemachtꝰ.

b) Im Sommerhalbjahr. Wöchentlich 4 Gesangstunden: 1 Stunde für Sopran und Alt, 78 Schüler aus den Tertien und Secunden; 1 St. für Tenor, 34 Schüler aus den Primen, Secunden und Tertien; 1 St. für Bass, 60 Schüler aus den Klassen IIII; 1 St. für den Chor, etwa 120 Schüler. Einübung der Konfirmations-Gesüänge. Eingeübt wurden aus Reichardt 9 Chöre, aus Braga 11, ausserdem Wikingerbalk aus Frithjof. Es wurden in der Regel am Schlusse der Stunden einstimmige Lieder aus den älteren Heften des Gymnasiums gesungen. Für die Sedanfeier am 2. Sept. 1884 Chorgesang: Auf, ihr Brüder» von Stuntz und ein- stimmig mit Beteiligung aller Anwesenden:«Deutschland über alles», Mel. v. Haydn.

2. Gesangunterrʒ*icht der unteren Klassen. (Bei Herrn Höcker.)

Seit Ostern 1884 wurde ein systematischer Gesangunterricht der Sexten, Quinten und Quarten des Oster- und Herbstkursus in der Weise eingerichtet, dass Vorschullehrer Höcker in je 2 Stunden die beiden Sexten, die Quinten und die Quarten im Unterricht vereinigte. Sie wurden in folgender Weise unterrichtet:

a) VI H. u. VI O. kombiniert: UÜbungen im Treffen der Töne. Ubungen zur Bildung des Tones und der Aussprache. Tonleiterübungen. Das Singen nach Noten wurde begonnen und die hierhergehörigen UÜbungen Nr. 1 20 aus Schletterers Chorgesangschule durchgenommen. Aus Serings Auswahl von Gesängen für Gymnasien und Realschulen Heft I wurden eingeübt, und zwar einstimmig, die Lieder 29, 34, 51, 57, 59, 62, 84.

b) V H. u. V O. kombiniert: Vorübungen und UÜbungen im Notensingen wie bei Klasse VI. Aus Serings Auswahl von Gesängen Heft II wurden geübt teils ein-, teils zwei- stimmig die Lieder Nr. 19, 33, 49, 54, 56, 64.

c) IV H. u. IV O. kombiniert: Vorübungen; Ubungen zur Erlernung des Singens nach Noten aus Schletterer, Chorgesangschule, Nr. 1 28. Aus Erks Sängerhain wurden geübt, und zwar zweistimmig, die Lieder Nr. 5, 13, 18, 21, 49, 51, 62.

E. Der Turn- und Spielunterricht.

Jede Klasse hatte wöchentlich zwei Turnstunden und seit dem Beginn des Sommerhalb- jahres eine Spielstunde. Der Turnunterricht der Klassen VI-IIIa des Oster- und Herbst- cötus und der Vorklassen wurde von den ordentlichen Lehrern erteilt. Die Secunden und Primen wurden von Herrn Turninspektor Marx und Herrn Turnlehrer Völsing unterrichtet.

Der Unterricht wurde nach den Bestimmungen des hess. Gymnasiallehrplans vom Jahre 1877 erteilt.