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land, von Süddeutschland auch die politische Geographie(in der ersten Hälfte des Semesters je eine Stunde wöchentlich). Im Sommerhalbjahr: Geschichte bis 1871.
Mathematik, 4 St., Lips: Kombinatorik, binom. Lehrsatz. Berechnung der Logarithmen, des Sinus, Cosinus und der Zahl x. Diophantische Gleichungen. Kub. Gleichungen.— Stereo- metrie. Die sphärische Trigonometrie. Repetitionen.
Physik, 2 St., Münch: Akustik; Optik.
Hebräisch(fakultativ), 2 St., kombiniert mit Ia O, Trümpert: Hebräische Syntax nach Seffer. Ubersetzung der UÜbungsstücke bei Seffer, Genesis, Kap. 1— 12. Joel. Jesaja 40. Aus- gewäühlte Psalmen.
Englisch(fakultativ), 2 St., kombiniert mit Ib H, Klingelhöffer: Lektüre: Washington Irving, The life of Columbus, Kap.— XIV; Macaulay, Charles I.— Gramm.: Sonnenburg, Formenlehre beendigt und ausgewählte Abschn. aus der Syntax.
Freihandzeichnen(fakultativ), siehe unten S. 21.
Gesang, siche unten S. 21.
Turnen, siehe unten S. 22.
Herbst-Unterprima. Ordinarius: A. Friedrich. Religionslehre. a) evangelische, 2 St., Schädel: 1. Kirchengeschichte, einstündig:
nach Schäfers Lehrbuch für den Religionsunterricht von dem Zeitalter Gregors VII. bpis zum Ende der Reformationszeit.(Ausgelassen die niederländischen, sog. Vorreformatoren und Savona-
rola, Absch. 27 b.)— 2. Lektüre, einstündig: Apostelgeschichte, Kap. 1— 23, im Urtext.— b) katholische, siehe unten S. 20.— c) israelitische, siehe unten S. 21.
Deutsch, 3 St., Kornmesser: Übersicht über die deutsche Litteraturgeschichte von Opit⸗ bis Herder(Klopstock und Lessing ausführlich behandelt) im Anschluss an Kluges Geschichte der deutschen Nationallitteratur§§ 35— 46, 48. Gelesen wurde: Goethes Götz von Berlichingen; Auswahl aus Klopstocks Messias und Oden; Lessings Minna von Barnhelm und Nathan der Weise ganz. Emilia Galotti IV und V, kleinere Stücke aus den Litteraturbriefen, Laokoon, Hamb. Dramaturgie, theologische Schriften.— Aufsätze: Die deutsche Verskunst bis auf Martin Opitz(zur Wiederholung des in der vorhergehenden Klasse Gelernten). Charakteristik Weislingens nach Goethes Götz v. Berlichingen; Klopstock als Lyriker. Wodurch suchte Klop- stock, wodurch Lessing eine nationale Dichtung zu schaffen?(Klassenaufsatz.) Shakespeares Einfluss auf die deutsche Litteraturgeschichte(ohne Berücksichtigung Goethes und Schillers).
Latein, 8 St., Friedrich: Lektüre: M. Tullii Ciceronis or. pro Sex. Roscio Amerino und pro lege Manilia. Q. Horatii Flacci carminum lib. I und unter Auswahl lib. I-IV. Mehrere Oden wurden memoriert. Schriftliche Arbeiten: Im Anschluss an die Prosalektüre wurde wöchent- lich ein schriftliches Exercitium gefertigt zur Befestigung und Erweiterung der grammatischen und stilistischen Kenntnisse, sowie zur Verwendung der aus Cicero gewonnenen Phraseologie und zur Nachahmung seines Satz- und Periodenbaues.
Griechisch, 6 St., Friedrich: Lektüre: Platon, Kriton und Apologia Socratis. Homer, Ilias, Ges.— XII. Passende Stellen wurden memoriert. Grammatik: Mündliche und schrift-


