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des Unglücks sich verdoppelt habe, welches sie, der Chor und Aias gemeinsam tragen. Damit slimmt vollkommen die Annahme, dass der Chor vorher, V. 263, nicht von einer Verbesserung seiner eignen Lage oder der Lage des Aias, sondern ganz allgemein von einer Verbesscrung der gemeinsamen Lage gesprochen habe. Darnach verstehe ich nun auch das uerg im V. 269 nicht von Aias, auch nicht von dem Chor und der Tekmessa, sondern von allen dreien zusammen, und finde keine Veranlassung die sonst allerdings ingeniöse Conjectur Schneidewin's, vooονντοοσ, anzunehmen, da das Kranksein, an welchem Aias unmittelbar, die Andern mittelbar litten, recht wohl von allen dreien ausgesagt werden konnte.— V. 278 f. haben die Worte de⁶οιααα uν ν ϑο τπηmwm= νεα x— nach der gewöhnlichen Auffassung etwas Sonderbares. Wie kann man aus der in der menschlichen Natur begründeten Niedergeschlagenheit des Aias nach dem Wahnsinn schliessen, dass dieser Wahnsinn von einem Gotte geschickt sei? Viel näher liegt der Schluss, dass noch weiteres Unglück kommen werde. Man könnte deshalb, da vxn sich wohl kaum mit Hartung so verstehen lässt, auf den Gedanken kommen Iter zu schreiben. Aber dies wäre doch zu kühn und ist auch in der That nicht nothwendig. Man muss nur IXT nicht, wogegen schon rig streitet, mit Jäger(Annotat. ad Sophocl. Ajac. Altona 1811) und Wunder auf den Wahnsinn beziehen, sondern allgemeiner fassen: Ich fürchte, dass ein göttliches Verhängniss auf ihm lastet(das auch noch weiter verderblich wirken wird).— V. 281 kann ich nicht mit Jäger, Wunder und Schneidewin so verstehen, dass Tekmessa damit sagen wolle: certa res est a dis immissam Ajaci insaniam esse, non dubia, ut tibi videtur. Tekmessa kann unmöglich die Vermuthung des Chors, dass ein gottgesandtes Unheil auf Aias laste, als objectiv wahr bestätigen, da ja sie eben so wenig Gewissheit darüber haben kann als der Chor. Es scheint mir vielmehr als bestätige sie mit den Worten 6σ◻ 100“ 6„αυα τνπνν 2miοαα α dε Q nur die objective Wahrheit dessen, worauf der Chor seine Befürchtung gegründet hatte, nämlich dass Aias rerαυιιιιεινοο ονοέσν τ μέι oO/;„Gουν euσαiverai. Indem sie aber so
die Grundlage der Ansicht des Chors befestigt, spricht sie indirect zugleich aus, dass sie seine Ansicht theile und als wohlbegründet anerkenne.
22. zu S. 10 Z. 3. Es scheint mir in dieser Stelle, wenn man die früher von G. Hermann vorge- schlagene Constituirung der Antistrophe skeoeo uεeνια, oiov ourtra TooiM τουασταον sqq.(freilich ist Tooic bei den Tragikern ohne Gewähr) annimmt, die handschriftliche Lesart vollkommen befriedigend. Nur muss man, um dem Metrum zu genügen, vor qixot noch einschalten: ³ †φαιιοο. Ein solcher wieder- holter Ausruf passt recht gut zu dem Schmerz, der Aias ergreifen, musste, indem er an das schmähliche Misslingen seines Planes dachte, und andrerseits ist es leicht erklärlich, wie die eine Hälfte desselben ausfallen und für diejenigen, welche nicht genauer auf das Metrum achteten, unvermisst bleiben konnte. „Wenn dies(mein Racheplan) zu Grunde geht(sich als misslungen erweist) durch das was da bei mir in meiner Nähe ist und ich mit wahnwitzigem Fang(mit der Schmach eines wahnwitzigen Fanges) behaftet bin(0G%& aœ ist gebraucht wie Elektr. V. 1040).“ Die Ausdrucksweise ist in den Worten el zc udν ꝓd'ivet 1⁰100 6 à1 elag allerdings etwas dunkel. Aber dies scheint mir gerade recht passend für Aias Gemüthsstimmung. Die Scham hält ihn ab deutlicher zu sprechen; auch redet er mehr vor sich hin als zu seiner Umgebung. Aus der tiefen Scham, welche er über die Gesellschaft und
Nähe der Opfer seines Wahnsinns empfindet, erkläre ich es mir auch, dass er dies peinliche Zusammensein, 10


