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16. zu S. 7 Z. 24. Mit derselben weisen Mässigung hatte der Maler Timomachos, einen späteren Moment wählend, den Wahnsinn des Aias dargestellt. Von dessen Gemälde sagt Lessing(Laokoon, Abschn. 3, Ende) sehr schön:„Ajax erschien nicht, wie er unter den Heerden wüthet, und Rinder und Böcke für Menschen fesselt und mordet. Sondern der Meister zeigte ihn, wie er nach diesen wahnwitzigen Heldenthaten ermattet da sitzt, und den Anschlag fasset, sich selbst umzubringen. Und das ist wirklich der rasende Ajax; nicht weil er eben jetzt raset, sondern weil man siehet, dass er geraset hat; weil man die Grösse seiner Raserei am lebhaftesten aus der verzweiflungsvollen Scham abnimmt, die er nun selbst darüber empfindet. Man siehet den Sturm in den Trümmern und Leichen, die er an das Land geworfen.“
17. zu S. 8 Z. 13. Im V. 176 wird„7⁴ρν von fast allen neueren Erklärern im Sinne von vezc aufgefasst und die Zufügung des Adjectivs dr⁴οοιεον durch Hinweisung auf Eurip. Iph. Taur. 566 vertheidigt. Ich glaube aber, dass die beiden Stellen ganz verschiedenartig sind. Die scheinbare präposition TG⁴ιν ist ohne Zweifel ursprünglich immer als apositionelle Bestimmung für das Prädicat aufzufassen, so dass dadurch die in demselben ausgedrückte Handlung als eine Gunst, ein Dank bezeichnet wird. Daher kann man natürlich recht gut sagen ue, Ʒσν(statt auνον, Gο) Jd⁴οσ, um die Handlung als eine mir(dir) erwiesene Gunst zu bezeichnen, und ebenso xeivou re xu Gσν εε 1ονννουνιν‿ νέωεσ (Trach. 485), um die Handlung als eine beiden gemeinsam erwiesene Gunst darzustellen. In gleicher Weise hat es nichts Auffallendes, wenn es bei Euripides a. a. O. heisst: acναινιm1 νᷣααος Tdοιν d*½ααά ⁴ᷣmνπιεαιο. Der Sprechende bezeichnet damit das Umkommen(oder genauer: das Tödten) als eine mit Ungunst(Undank) vergoltene Gunst für das schlechte Weib. Er hätte allerdings das Epitheton να auch dem Weibe selbst geben können; nicht weniger gut aber passt es zu 7α⁴e.σαιςσ, so' dass an eine Umstellung gar nicht zu denken ist. Wie aber ist es möglich in unserer Stelle, wenn durch Tdοe das 60u⁴ν Tœe⁶dᷣsννς ε Soëg drelaiag als ein Dank(ecine Strafe) der Göttin bezcichnet wird, diesen einen fruchtlosen zu nennen, während vielmehr der Sieg für die Göttin ein fruchtloser war? Es wäre diese Uebertragung des Epithetons von dem Worte, wozu es passt, auf das, wozu es nicht passt, eine reine, durch nichts motivirte oder auch nur entschuldigte Willkühr, für welche alle die vielen Fälle der trajectio adjectivi, die aus den Tragikern aufgezählt werden, keinerlei Analogie bieten, da in denselben immer durch Zusammenfassung des regierenden und des regierten Substantivs in einen Begriff, wenn auch nicht alles Auffallende, doch jedenfalls alles Anstössige ver- schwindet(vergl. Kühner, ausf. Gr. d. griech. Spr.§ 477, 3; Schneidewin zu Soph. Phil. 1124). Es scheint mir daher nothwendig IGοριν mit νασιloᷣ zu verbinden. Für die Construction dieses Verbums mit dem Accusativ will ich zwar nicht Xenoph. Anab. II, 2, 14 4ο⁴ τατ ueνοον εμνινεηισ˙σνρσσ als Beweis anführen, glaube aber ohne allzugrosse Härte eine Construction r0 G% T0 G&μαινιέειν annehmen zu können, wobei dem Sprechenden ein Ausdruck wie: A†2άαοέεκꝗεές, dᷣeωατννιεεᷣ vor- schwebte.— Im Folgenden bin ich der Ansicht, dass man die Lesart ενο ϑισα ³οαισ, in welcher alle Handschriften ohne Ausnahme übercinstimmen, recht füglich beibehalten könne und nicht genöthigt sei zu Musgrave's von allen neueren Herausgebern recipirter Conjectur ενσνιά, d0αςσοας, oder gar zu Dõderlein's ενο˙σινσ⁶ο 46υοσσ seine Zuflucht zu nehmen. Das ist zwar unzweifelhaft, dass ενορκσν εόσι 050019 nicht gesagt werden kann für peudeoσσαα ⁶αυσνν Auch G. Hermann's frühere, von Ellendt


