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über das Thierreich mit vergleichend anatomischen und vergleichend physiologischen Andeutungen. Das Verfahren dabei mag nunmehr der bisherigen von Sexta ab befolgten Weise entgegengesetzt sein, indem man von den niedersten Thieren ausgehend auf die allmählich bis zu den höheren immer weiter gehende Differenzirung, die immer strenger und entschiedener durchgeführte Theilung der Lebensarbeit unter für ihre Zwecke immer vollkommenere Organe aufmerksam macht. Einigen Parasiten kann bei dieser Gelegenheit etwas mehr Zeit geschenkt werden.
Sommer. Bau und Leben der Pflanze. Auf Grund von Demonstrationen mittelst des Mikroskops, des Skioptikons und bildlicher Darstellungen(Wandtafeln von Ahles, noch erscheinende Tafeln des schon erwähnten Atlas) werden besprochen die Zelle, ihre verschiedenen Formen, Theile, Vermehrung; das Zellgewebe, die Gewebsysteme; die Gefässe und die Leitbündel; Anordnung der- selben im Dikotylen-, Monokotylen- und Gefässkryptogamenstamme. Bau der Wurzel, des Blattes und der Blüthenblattkreise der Phanerogamen; die Befruchtung derselben. Einige Beispiele über die Entwickelung niederer Pflanzenformen. Pflanzenkrankheiten(Wandtafeln von Ahles). Die Er- nährung der Pflanze. Recht zweckmässige Anleitung gewährt hierbei der schon oben genannte Leitfaden von Vogel, Müllenhoff und Kienitz-Gerloff pag. 197 bis 248.
Ober-Tertia.
Hier muss im Laufe des ganzen Jahres das Pensum absolvirt werden, welches früher bei uns in Unter-Secunda durchgenommen und dessen Ausdehnung schon auf Seite 17 in allgemeinen Umrissen angegeben wurde. Um die von Arendt mit so vielem Erfolge in seinem Lehrbuche, dem kleineren Grundrisse und den dazu ausgegebenen Begleitschriften durchgeführte Reform in der Me- thode des chemischen Unterrichtes für unsere Zwecke völlig zu verwerthen, fehlt uns die LZeit. Wir müssen uns begnügen, nur im Wesentlichsten jene Principien zur Geltung zu bringen, indem wir nach Arendt'schem Muster zunächst mit den physikalischen Eigenschaften der wichtigsten Me- talle beginnen und hierauf die Bedingungen ihrer Verkalkung aus den Versuchen erkennen lassen. Dabei wird die Zusammensetzung der Luft und die Eigenschaften von Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff wie auch die Bildung des Wassers aus den Elementen Gegenstand der Betrachtung. Bei den Verbrennungserscheinungen machen die Schüler Bekanntschaft mit weiteren Metalloiden und ihren Verbrennungsproducten, sowie mit dem chemischen Charakter der letzteren. Nach der Oxy- dation lernen sie dann die Desoxydation(Wasser durch Natrium, Kupferoxyd durch Wasserstoff, Kohlensäuregas durch Magnesium, Bleioxyd durch Kohle etc.) und durch diese Beispiele den Be- griff der Substitution kennen. Hierauf werden einige zum Theil schon bekannte Säuren, dann eine Anzahl von Salzen durchgenommen. Daran schliessen sich die Halogene und wichtigsten Halogensalze. Bei der Löslichkeit der Salze wird die Wirkung des Wassers in der Erdrinde und im Anschluss daran bei der Bewegung desselben auf der Erde die geologische Bedeutung dieser Erscheinungen und damit die Grundideen des Neptunismus, dieses wesentlichen Theiles der Erd- geschichte, besprochen. Ebenso schliessen sich aber auch an die Versuche über die Löslichkeit der Salze und an die Herstellung von Krystallen aus einigen Salzlösungen wie auch aus geschmolzenen Körpern(Schwefel) Bemerkungen über Krystallisation und Krystallformen an. Bei der Besprechung mancher Elemente sowie der wichtigeren Salze wird ihr Auftreten in der Natur qurch die entspre- chenden Mineralien belegt. Von den Wasserstoffverbindungen werden zunächst die Kohlenwasser- stoffe erwähnt und von diesen die gasförmigen näher vorgeführt. Gasfabrik, Steinkohlen, ihre Entstehung und geologisches Alter. Begriff der Leitfossilien. Vulkanische Erscheinungen.


