während er die erſte darſtellt durch Gli. 0 † Gai.— 6.11. 10*P Aethyläther Auf Grund dieſer Anſchauung über die Conſtitution des Aethers producirt Williamſon ſtatt der längere Zeit allgemein angenommenen und 1850 durch Graham als unhaltbar nachgewieſenen Liebig'ſchen Erklärung der Ent⸗ ſtehung dieſes Körpers aus Alkohol und Schwefelſäure folgende andere Deutung:
G,O † H) 80.= 1 0 † 0I So. I. Phaſe Alkohol Schwefelſ. Waſſer Aethylſchwefelſäure
G. So.+(H. o= H) So.+ G 88 o I. Phaſe
Auch dieſe Reactionen benützte der berühmte Chemiker in ähnlicher Weiſe, um Wunendrene Aether zu bilden und dadurch ſeinen Ideen den größtmöglichen Grad von Wahrſcheinlichkeit zu geben. So bringt er zur Aethylſchwefelſäure ſtatt des gewöhnlichen Alkohols den Amylalkohol und erhält dadurch, wie nach den vorhergehenden Experimenten zu erwarten war, den Aethylamyläther. Nachdem noch Williamſon in einer Reihe von Verſuchen ſich mit, auf die Conſtitution und Molecülargröße der Eſſigſäure beziehenden, Fragen beſchäftigte, wonach die Eſſigſäure als Waſſer anzuſehen iſt, in welchem ein Atom Waſſerſtoff durch das als Oxydationsproduct aus Aethyl entſtehende Radical Othyl CeH.O(Acetyl) erſetzt iſt, führte er in die Wiſſenſchaft für eine Reihe von Verbindungen das Waſſer als Typus ein, letzteres Wort freilich nicht mehr in dem Dumas'ſchen Sinne genommen. Unter dem chemiſchen Typus verſtand man jetzt nur ein lgiisnirz Pii der Reactionen, welchem alle zu einem ſolchen gehörigen Verbindungen
unterliegen. Dem Typus Waſſer 4. 0 rechnete Williamſon, wie ſchon angedeutet, nicht nur die Alkohole und
Aether, ſondern auch die Säuren, Oxyde und Salze zu und deutete ebenſo auch die Säureanhydride, die freilich erſt ſpäter durch Gerhardts Verſuche definitiv demſelben beigezählt wurden.
F 0 Kaliumhydrat Cl- 0 Alkohol c, Hrſo Eſſigäther K)o Kaliumoxyd 6e0 Aether 9,n 0 Eſſigſäureanhydrid Neo Salpeterſäure G.00 Eſſigſäure
NO⸗) alpeterſaures Kali CaH.O Eſſigſaures Kali NO Salpeterſäure⸗ K 8 0—— 2s 3 0 Tſäljturas ſu N 1 0 upeherſan
In nicht minder wichtigen Arbeiten wurde für eine andere Reihe von Verbindungen durch Würtz der Typus Ammoniak aufgeſtellt. Dieſe Verſuche haben ſchon deßhalb eine hohe Bedeutung, weil ſie vor jenen Williamſons angeſtellt waren und ſomit als der erſte Verſuch anzuſehen ſind, in die Typen Radicale einzuführen und dadurch einem ſchon 1839 von Liebig ausgeſprochenen Gedanken eine thatſächliche Unterlage zu geben.
H Während jedoch Würtz die bei ſeinen Verſuchen erhaltenen organiſchen Baſen nur mit dem Ammoniak 5 N,
in welchem ein Atom Waſſerſtoff durch Methyl, Aethyl ꝛc. vertreten iſt, verglich, wurde ſeine Auffaſſung weſentlich
unterſtützt durch jene glänzende Darſtellungsweiſe dieſer organiſchen Baſen, der Amine, durch Hofmann. Dieſem
gelang es, direct in das Ammoniak jene Radicale einzuführen und zwar ſowohl ein Atom Waſſerſtoff, als auch
zwei oder alle drei Atome durch ſie zu erſetzen.
C.H. H
H N, H]
4 1.=


