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I220y TsX=t, 6οεον ν u v Err T6οαν(Lrhae 52v). L. Lange
folgt also im wesentlichen der Erklärung von F. Helmke,
dessen Abhandlung er Line wie es scheint, nicht kannte, nur dass er in reax*st das Futurum erkennen zu müssen glaubte. Gegen Helmke nadn Lange bemerkt A. Nauck kurz und treffend, dass ihre Konstruktion sprachlich nur zulässig VWäre, wenn es hiesse 5 0loy O5rer. Die Abhandlung von O. Neu- haus,(Halle 1872) ist ohne Sach- und Litteraturkenntnis ge- arbeitet und zeichnet sich nur dadurch aus, dass sie V. 4— 6 für unecht erklärt, ohne dass die Entwicklung des Zusammen- hangs, wie sie Lange gegeben hat, auch nur beachtet wird. Nach allen unglücklichen Versuchen, die Uberlieferung zu erklären, ist es begreiflich, wenn man in neuerer Zeit wieder zu der Vermutung gekommen ist, dass die Stelle an einem
Fehler krankt. Die Besserungsversuche von Dindorf, Meineke,
— Heimsöth und Nauck sind indessen zu gewaltsam, als dass sie Zustimmung finden könnten. Ich versuche deshalb eine neue Conjectur, vielleicht mit nicht mehr Glück, aber die Ande- rung selbst ist leicht:
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50O05 Tt vy Er at rskst; Für die Verbindung von 6οονοꝰo mit tt giebt das Lexicon Belege, bedarf also nicht des Beweises. Struktur und Sinn ist
einfach: weisst du auch, dass Zeus jedes nur denkbare Unheil
seit dem Missgeschick des Odipus an uns noch Lebenden völl- enden will? Wir haben(zwar) alle nur denkbare Unsal und
Schmach erlebt(V. 4— 6). Und(doch) soll jetzt wieder ein
(grausiger) Befehl an das Volk ergangen sein. Darauf fährt Antigone(V. 9) fort:
v.,
Eyeic eiOOa«; 1 32 Ay dAys: pbS roDc pikobs Srsi-ovra d/ zard:
Nauck hat gewiss recht, wenn er ausführt: wie rons †i*νοοσ unsere Lieben(d. h. Polyneikes) pezeichnet, so kann ro 87/- oo nur von den Feinden der Antigone und Ismene, d. h. von Kreon, verstanden werden.


