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für den Anfang die Anknüpfungspunkte. Man konnte den Deutſchen nicht wie den Romanen das Evangelium in lateiniſcher Sprache predigen, weil man nicht verſtanden worden wäre. Daher mußte man ſich der deutſchen Sprache zu bemächtigen, ſie, ſo zu ſagen, für die chriſtlichen Begriffe mundgerecht zu machen, ſie zu chriſtiani⸗ ſieren ſuchen, welches bei der geringen Ausbildung und großen Ein⸗ fachheit derſelben mit großen Schwierigkeiten verbunden war. Das meiſte für die Chriſtianiſierung der deutſchen Sprache thaten die Bene⸗ diktinermönche in ihren Kloſterſchulen, wo die künftigen Geiſtlichen gebildet wurden. Da die Quellen des Chriſtenthums, voran die heil. Schrift, dann die Kirchenväter und die Beſchlüſſe der Concilien in der lateiniſchen Sprache niedergelegt waren; ſo beſtand die Auf⸗ gabe für die angehenden Kleriker zunächſt darin, die lateiniſche Sprache zu erlernen, um dieſe Quellen zu verſtehen. Zu dem Ende wurden die alten Klaſſiker geleſen, und die Grammatik, Rhetorik und Dialektik an ihnen geübt, damit ſie ſpäter, wenn auf dieſe Weiſe der Geiſt an den klaſſiſchen Studien herangebildet und ge⸗ kräftigt worden, die höchſten Fragen der Theologie behandeln und Dolmetſcher und Ausleger der heil. Schrift ſein könnten. Da aber die jungen Kleriker Deutſche waren, die dem Volke die Heils⸗ lehren in deutſcher Sprache vermitteln ſollten; ſo mußte die letztere für dieſen Zweck zuvor eigens bearbeitet und zugerrichtet werden. Die Art und Weiſe, wie dies geſchah, war die des Dolmetſchers, indem man das lateiniſche Wort gegen das deutſche, ſo gut es eben gehen wollte, auszutauſchen ſuchte. So entſtanden die ſoge⸗ nannten Gloſſarien*), von denen wir noch eine große Zahl aus
¹) Von gr.„οαᷣα Zunge, Sprache, dann Worterklärung. Hier eine Probe von einem Gloſſar: In nomine dei summi incipiunt Glosas Hrab. Mauri Inchoant, pikinnant Congregationes. samanunga


