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gegoſſen erhalten habe, ſo daß ſeine Wiſſenſchaft, quantitativ genom⸗ men, von der allergrößten Ausdehnung, und daß Adam der größte Theolog, der größte Philoſoph, der größte Mathematiker, der größte Aſtronom, der größte Phyſiker, der größte Phyſiolog war, den die Erde je getragen¹), nehmen die Einen an, daß die Urſprache eben ſo ſehr durch den geiſtigen Gehalt, als die lautliche Form der Wörter von der unſrigen verſchieden war.„ Auf der einen Seite nämlich waren die Vorſtellungen des Menſchen im Paradieſe keine ſubjektiven, die Anſchauungen nach einem einzigen Merkmal fixierenden Gebilde, wie die unſrigen, ſondern richtige, der Exiſtenz vollkommen entſpre⸗ chende, das Vorgeſtellte allſeitig umfaſſende Schöpfungen. Der Zu⸗ ſammenhang der Laute mit dieſen Vorſtellungen war kein unbewußter, wie bei unſern Sprachen, auch kein konventioneller, wie die Logik ihn betrachtet, ſondern ein ſymboliſcher oder vielmehr, weil dieſer Aus⸗ druck zu wenig enthält, ein organiſcher.“ ²) Wir müſſen geſtehen, daß eine ſolche Sprache über unſere Vorſtellungen und Begriffe hinausgeht, und daß wir dieſelbe ebenſowenig als die obige Anſicht von dem Urſtande der Menſchheit mit der geſunden Vernunft in Einklang zu bringen vermögen. Ebenſowenig können wir uns aber auch mit der entgegengeſetzten Anſicht, nach welcher„der Menſch ſich aus niederen Formen herausgebildet und Menſch im eigent⸗ ichen Sinne erſt geworden ſei, als er ſich bis zur Sprachbildung entwickelt habe ³)“, einverſtanden erklären. Indem wir uns den Urſtand der Menſchheit nicht als ein Kulturleben vorzuſtellen vermögen, weil das immer erſt das Reſultat ¹) S. Kaulen,„Die Sprachverwirrung zu Babel“, S. 82. Es iſt ſehr zu be⸗ dauern, daß der Verfaſſer in dem durch eine Fülle von Gelehrſamkeit und großen Scharfſinn ausgezeichneten Buche an der angezogenen Stelle eine An⸗ ſicht ausgeſprochen hat, welche zu Schlüſſen bezüglich der Urſprache führen, die weder mit den Ergebniſſen der neuern Sprachwiſſenſchaft, noch mit der geſunden Vernunft in Einklang zu bringen ſind.
²) S. Kaulen a. a. O. S. 84.
³) S. die deutſche Sprache von A. Schleicher, S. 38. Auch die ſogenannten Developiſten, welche in der neueren Zeit in dem Engländer Darwin, S. deſſen Schrift,„On the origin of species“, einen geiſtvollen Vertreter ge⸗
funden haben, neigen ſich zu dieſer Anſicht. Vgl. dagegen Reuſch,„Bibel und Natur.“


