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fließende Bewegung aus, l aber mehr den leichten, linden, ſanftglei⸗ tenden Fluß, vgl. das sancr. li, ſchmelzen, ero„, leve, glatt; fluv, fließen; das Leichte, das Licht, levis, lux; in Verbindung mit g, k, ſ, das Glatte, Gleitende, να, das Klebende, Schlüpfrige,„1νον das Schleichen, Schlingen(Schlange) u. ſ. w.; der Zitterlaut v¹) mehr den rollenden, rieſelnden Fluß, das Rinnen, Oe*y, die Kreis⸗ bewegung, rota, Rad, rotundus, rund. Vgl. 100 Gν⁹. r0.ν ½ονεέιν, 9000*, 2eOεαiεεtν, du1Se?y, im Deutſchen rauh, reiben, reißen, brechen, kreiſeln.
Dieſe Bemerkungen, die leicht noch weiter ausgedehnt werden könnten, mögen genügen, um wenigſtens die Symbolik der Naturlaute zu beweiſen. Das geiſtige Vermögen, das hier in den Vordergrund tritt und die Darſtellung der empfangenen Sinneseindrücke durch ent⸗ ſprechende Wörter vermittelt, iſt die Einbildungskraft, welche über⸗ haupt in der Sprachſchöpfung die wichtigſte Rolle ſpielt. Der ſprach⸗ bildende Menſch mit ſcharfen Sinnen und lebendiger Einbildungskraft ausgerüſtet, faßt die charakteriſtiſchen Merfmale der Dinge auf und verkörpert ſie in entſprechenden Lautgebilden, die er als äußere Zeichen für ſeine Vorſtellungen feſthält. Die Lautmetapher oder die ſym⸗ boliſch⸗-metaphoriſche Anwendung des Lautes, die ſich zur eigentlichen Onomatopöie oder Namenſchaffung durch Schallnachahmung verhält, wie das allegoriſche Gemälde zum Portrait, iſt ſowohl geiſtigerer Art, als auch tiefer in die Sprache eingreifend, als die eigentliche Ono⸗ matopöie, ſo daß ſich eine große Menge Wörter als dadurch entſtan⸗ den nachweiſen laſſen. Nichts deſto weniger würde man leicht irren, wenn man in der etymologiſchen Erklärung von jenem Mittel eine zu weite und ausgedehnte Anwendung machen wollte; denn abgeſehen davon, daß die charakteriſtiſche Bedeutung und ſymboliſche Naturkraft der Buchſtaben und zwar insbeſondere der Konſonanten nichts weni⸗ ger als mit Sicherheit in allen Fällen nachzuweiſen iſt, haben die meiſten Wörter im Laufe der Zeit einen ſo vielfachen Laut⸗ und Begriffswandel erfahren, daß das urſprüngliche Verhältniß zwiſchen Laut und Vorſtellung aus ihnen nicht mehr zu erkennen iſt.
Neben der onomatopoötiſchen und ſymboliſch ⸗metaphoriſchen
¹) Nach Plato, Kratylus p 426 iſt das ein 6oναeνον τ⁴ςοωφ τ 1α vivνατν.


