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treten die Konſonanten als die weſentlichen Träger der Vorſtellung nach ihrem ſubſtanziellen Inhalte in erſter Linie hervor, und dürfte daher eine ungefähre Charakteriſtik der hauptſächlichſten Konſonanten und ihrer Verbindung hier am Platze ſein. Nachſtehend nur einige Beiſpiele. ¹)
Die Lippenlaute bezeichnen zunächſt als ſubjektive Thätigkeit der Lippen das Blaſen, Puſten, Spucken, lat. flare, spuere, gr. Siiεeν, rdety u. ſ. w., ferner wegen des engen Verſchluſſes der Lippen das Binden, Ballen, Backen, Packen, daher nahe Berührung: bei, gr. entt, apud, auch wohl die Ausdehnung in die Breite, pandere, das Flache, Platte, αν, Blatt; die Zungen⸗ oder Zahnlaute zunächſt das Deuten, Zeigen, lat. dico, indico. digitus, gr. delα, ſodann das Hemmende oder Gehemmte, theils für ſich allein gr. dery, Hetrat, daιιά̈ν, lat. tenere, domare, zähmen, Damm, theils in Verbindung mit andern Lauten, namentlich dem s: stare, œriũνα, ſtehen, ſtellen, ſetzen, ſitzen, Sitte, ſtemmen, ſtumm, Stamm u. ſ. w. Die Gaumen⸗ und Kehllaute drücken aus das Gähnen, gr. X.lναέιν, lat. hiare, klaffen, dann überhaupt das Offene, Hohle, Gewölbte: Keller, Kelle, Keſſel, Kahn, Kugel; das Hüllende, Bergende, Schützende, gr.*0 ε, 16ʃειν, σꝓ⁹νοο, lat. cutis, casa, scutum; Haut, Hütte, Haus, Schild, Schutz u. ſ. w. Die Spiranten und Halbvokale, f, w, ſ, drücken im allgemeinen das Wehen und die Bewegung überhaupt aus, ſind aber unter ſich wieder ſehr verſchieden. Das w als Stammlaut iſt zunächſt Empfindungslaut des Schmerzes, der Klage, weh! vae! von entſchieden innerlicherem Charakter als das f. Das f eiſt der eigentliche Blaſelaut, vgl. lat. flare, und drückt mit p verbunden die Empfindung des Ekels und Abſcheues aus, z. B. pfui! In objektiver An⸗ wendung bezeichnet w mehr die webende, wogende, wallende Bewegung in Wehen, Wogen, Wind, Welle, Waſſer, Weg, lat. volare, vehere, venire, via, auch das Lebendige, vivum, ferner das Weite, Leere, vacuum. Das f hingegen, welches den Hauch durch die obere Zahn⸗ reihe und die wenig geöffneten Lippen ſtreifen läßt, drückt mehr die ſtreifende Bewegung aus, das Fegen, Feilen, faſſen, fangen,(woher Finger) und beſonders in Verbindung mit l, das Fliegen, Fliehen, Flattern u. ſ. w. Die liquidae l under drücken im allgemeinen
²) S. Heyſe a. a. O. S. 119.


