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ein Ausdruck des Selbſtbewußtſeins noch beſtimmter Vorſtellungen ſind, noch nicht der Vernunftſprache an; aber ſie ſind die Elemente, woraus dieſelbe, wie wir gleich ſehen werden, hervorgeht. Zuvor jedoch noch einige Bemerkungen über dieſe erſten Naturlaute, zu deren Veranſchaulichung uns die Interjektionen, die wir noch in allen aus⸗ gebildeten Sprachen antreffen, dienen mögen.
Betrachten wir die Interjektionen nach dem Charakter, den ſie noch heute bei entwickelter Sprache tragen, ſo ſcheinen ſie ein letzter Reſt urſprünglicher Sprachbildung, wenigſtens ein Abbild derſelben zu ſein. Sie ſind meiſt nicht überlieferte, erlernte, ſondern natür⸗ liche, urſprüngliche Laute, welche unwillkürlich hervorgebracht werden und ihre Bedeutung ohne Konvention an ſich tragen. Fragen wir nach dem organiſchen Zuſammenhang zwiſchen den Lauten und den Empfindungen auf dieſer erſten Stufe der Sprachſchöpfung, ſo liegt derſelbe weſentlich in der tonhaften Natur der Vokale. Sie können nicht nur einzeln tiefer und höher ausgeſprochen werden,(man ver⸗ gleiche das tiefere Ah! der Betrachtung und des Staunens mit dem höheren Ah! oder Hah! der lebhaften Freude); ſondern ſie bilden auch ſchon für ſich eine natürliche Skala vom Höchſten zum Tieſſten, i, e, a, o, u und ſind demnach geeignet zum Ausdruck verſchiedener Gefühle. So iſt das a im allgemeinen der Ausdruck des gleich⸗ ſchwebenden, ſanften klaren Gefühls, der ruhigen Anſchauung(vgl. ah!) während das u, der äußerſte, tiefſte Vokal, die Empfindung des Widerſtrebens und der Abwehr, Furcht, Grauſen, Entſetzen(vgl. hu!), daher auch objektiv das dieſer Empfindung Analoge oder dieſelbe Erregende, das Stumpfe, Dumpfe, Dunkle, Schauerliche, Furchtbare ausdrückt. Das i im Gegentheil, der innerſte und höchſte Vokal, drückt die Empfindung des Verlangens, der Liebe aus, überhaupt jede innige, intenſive Empfindung, daher auch zum Ausdruck des Objektiven verwendet, analoger Weiſe Intenſität der Kraft oder Be⸗ wegung, das in ſich Koncentrierte, das Spitze, Fliehende, Durchdrin⸗ gende, Blitzende u. ſ. w. ¹) Und ähnlich verhält es ſich mit den
übrigen Vokalen.
Bis dahin haben wir bloß Empfindungen und durch ſie erregte
1¹) S. Heyſe a. a. O. ff.


