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3. Daß, waß ein meiſter angefangen, der andere nicht außmachen dörfe. Policey⸗ordn. Caroli V. art. 31.
4. Der underſcheid zwiſchen un⸗ und geſchenckten handwerckern ſolle, ſoviel ehr⸗ und redlichkeit betrifft, abgethan ſein.(Conclus. deren 3 reichs⸗collegien de a. 1671. Von abſtellung der mißbrauche in handwercken art. 7.)
5. Die geſellen ſollen gegen die meiſter kein geſetz machen, noch ſie verſtellen oder ſtrafen.(Concl. art. 10.)
6. Wen ein ſohn, ehe ſein vatter meiſter geworden, gebohren, daß er keines meiſters ſohn und folglich des handwercks privilegii nicht fähig ſein ſolle. Den er ebenſowohl vor eines meiſters⸗kind zu halten.
7. Wen ein vatter auß der zunfft geſtoßen worden, daß der ſohn deßen nicht entgelten müßen, ſo wieder gottes gebott.
8. Die zugeordneten herrn ſollen wohl zuſehen, daß keine gefährliche correſpondentz mit außländiſchen gepflogen werde, dahero
9. nicht erlauben, wie ihnen in ihren articuln und der policey⸗ ordnung auch verbotten, keine zuſammenkunfft ohne ſein lihr] vorwißen und erlaubnuß zu halten, wenigers under ſich statuta oder geſetze zu machen, ſonderlich die gegen das gemeine beſte laufen, und bloß zu ihrem privatnutzen und intereße abzielen, ſondern, wen ſie waß der zunfft vortreglich zu ſein befinden mögten, E. E. raht ſolches geziemend vorſtellen, zu reiferer uberlegung anheimb geben, und ſo dan nach be⸗ findenden dingen deßen confirmation außbitten ſollen.
Hochzeiten.
Dieſe pflegen vielmahlen ubermäßig angeſtellet und in einem tag ſo viel depenſiret zu werden, daß die angehende eheleuthe ſelbiges offt in geraumen jahren, ja zuweilen gar nicht uberwinden können, ſo theilß in der vielheit der gäſte, theilß in dem pracht der kleider und andern unordnungen beſtehet. Wäre dieſem nach ein gutes einſehen darinnen zu haben, damit dieſer einzige freudentag nicht zu einem verdrißlichen, großen traur⸗jahr werde. Sollen alſo dieſelbe in gebührender mäßig⸗ keit angefangen und in zucht und erbarkeit beſchloßen werden. Bey der mahlzeit ſolle lim Orig.: man] wie anderer orthen auch löbl. und herkommens, einige geſänge, ſonderlich zu zeit, wen von andern die bettſtunde gehalten würd, abgeſungen, und gott damit gelobet werden. Außerhalb ſich aber copuliren zu laßen, oder mahlzeit zu halten, ſolle ſonder obrigkeitliche erlaubnuß keinem vergönnet ſein.


