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weßen ſchlechter dingen zu verbieten und[15 aufzuheben, weiln ſonderlich, bey
dem jungenaufdingen und loßſprechen ſehr ärgerliche ſachen und handlungen vorzugehen pflegen, daruber billig eine abſonderliche deliberation, wie ſolchem eingerißenem mißbrauch mit zulänglichem nachdruck zu ſteuern, gehalten zu werden meritiret. 12. Solle auch außer in großem noth⸗ fall und ſo dann nach dem gottesdinſt erſt zu mahlen allerdingen verbotten ſein, weiln ſolcher vermeinter abgang von gott anderwerts reichlich erſetzet würd. Letzlichen ſind die juden(wen man dieſer*) wie beſorge nicht entledigt bleiben dörffte) in ihrer gaßen zu halten, und keinem under keinerley praetext, es ſeye den nach dem medico oder den apotecken, herauß⸗ zugehen, weniger anderwerts hin zu reiten oder fahren, oder uber land zu reiſen, zu erlauben. Und dahero wäre ihre gaße mit einigen unpartheyſch⸗ wachſamen leuthen, zu beßeren zeiten mit ſoldaten⸗wache zu beſtellen, damit kein underſchleif gebraucht werden mögte.
Welcherley leuthe auch zu beſtellen, die zwiſchen denen predigten patroulliren, die wirths⸗ bier⸗ und paſtetenheußer viſitiren und die ver⸗ brecher ohne hegenden haß und feindſchafft, wo nicht zur verhafft bringen, doch der obrigkeit wahrheitsgemäß anzeigen ſollen. Damit nun iederman deſto mehr zu gottgefälliger anhörung des worts und heiligung des ſabbaths angefriſchet werden mögte, ſo iſt daß beſte mittel, daß diejenige, ſo ſolche ordnungen machen und handhaben ſollen, auch die erſteren ſeyen, die mit gutem ſ[16] exempel darinnen vorgehen.
nam—— nec sic inflectere sensus
humanos edicta valent quam vita Regentis. Primus jussa subi, tunc observantior aequi
fit populus: cum ferre videt quae jusseris ipse.
Kein warnen, kein gebott, kann ſo die menſchen zwingen,
alß der regenten weiß: diß' macht zu hertzen dringen;
wen man den herr'n ſelbſt ſieh't die hand mit legen an,
dan geht's auch glücklich fort, und folg't der underthan.
Zu deſto ernſterer beobachtung will denjenigen ſcharffen befehl, ſo ſ. churf. Dhl. von Brandenburg den Sten Xber 1689 von der cantzel ableſen laßen, abſchriftlich mit beyfügen, der alſo lautet:
Es ſolle ſich nimand underſtehen, an dieſem von gott ſelbſt ge⸗ heiligten tage hochzeiten, kindttaufen, gaſtereyen oder feſteien zu halten, kein handgewerb zu treiben; auch keine cram⸗läden oder gewölber, brod⸗ oder fleiſch⸗ſcharren zu eröffnen, und keine fiſchmarck vor abends
4) Der ſtarke Ausdruck des Originals iſt hier weggelaſſen.


