27 förderten Pfähle zuſammen mit einem der Mainzer und einem der Groß⸗Krotzenburger Pfähle, die dem Muſeum von dem. Großh. Miniſterium der Finanzen überlaſſen worden ſind.(Ueber die bei Groß⸗Krotzenburg aufgefundene röm. Brücke ſiehe Korreſp. d. Weſtdeutſchen Zeitſchrift IV. 93.) Der Unterſchied der Pfähle beſteht vorzugsweiſe in der Größe und darin, daß die an unſerer Stelle⸗ gefundenen nicht wie bei den großen Brückenbauten mit eiſernen Pfahl⸗ ſchuhen verſehen ſind. Unſer von der Mainzer Römerbrücke herrührende Pfahl hat eine Höhe von 3,16 Meter, während der Groß⸗ Krotzenburger nur 1,86 Mtr.(ein zweiter ebendaher 1,53 Mtr.), der aus Mariamünſter aber 1,45 Mtr. hoch iſt. Die beiden erſteren ſind mit kräftigen gleich gebildeten Pfahlſchuhen verſehen (es liegen auch noch 2 ebendaſelbſt gefundene Pfahlſchuhe ohne Holz dabei), der hier gefundene iſt bloß zugeſpitzt. Der ganze⸗ Raum zwiſchen dieſen Pfählen war nun an unſerer Stelle mit größeren und kleineren Steinen ausgefüllt. Da fand ſich zu⸗ nächſt der ſchon erwähnte Meilenſtein, ferner außer dem zuerſt gefundenen ſchon angeführten Grabſtein der des Panzerreiters Valerius⸗ Maxantius und der des Circitors Aurelius Vapinus, ferner 2 von Privatleuten, der der Fauſta Ju(lia)(sich und der der 2 Brüder⸗ Severius Lupulus und Severius Florentinus. Auf einem Stein⸗ brocken ſteht ein prächtig gehauenes 10 cm. hohes A. Schade, daß von der in dieſer Prachtſchrift gemeißelten, jedenfalls der früheren Zeit angehörenden Inſchrift nur ein ſo geringer Reſt⸗ ſich erhalten hat. Außerdem fanden ſich 2 intereſſante Skulpturen: erſtens eine oben abgeſtutzte Pyramide von grauem Sandſtein, in deren Mitte ein 55 cm. im Durchmeſſer großes kreisrundes⸗ Medaillon ausgehauen iſt. Die in demſelben dargeſtellten beiden weiblichen Figuren, Mutter und Tochter wie es ſcheint, ſind⸗ leider gerade an den Geſichtern etwas verletzt(ſiehe Abſchn. III und Tfl. VI 1). Zweitens fand ſich ein Teil eines der in Weſt⸗ deutſchland öfter gefundenen intereſſanten Jupiterdenkmäler, bein denen ein Reiter auf hoch ſich erhebendem Pferde über einem unter⸗ demſelben liegenden Giganten ſteht.(Näheres ſiehe Abſchn. III.), Endlich fand ſich noch ein roh gearbeiteter Kopf aus rotem Sand⸗ ſtein, der wahrſcheinlich zu dem oben erwähnten Grabſteine⸗ der beiden Brüder gehört. Ein ornamentierter Stein aus grauem
Aufsatz
Die Römische Abteilung des Paulus-Museums der Stadt Worms : 2. Teil / von August Weckerling
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